GV-Saison 2012: mehr Widerstand gegen Boni

Laut der Anlagestiftung Ethos nimmt der Widerstand der Aktionäre gegen Spitzensaläre weiter zu. Julius Bär, Vontobel oder GAM scheuen vor der Abstimmung. 

Bald steht die Saison der Generalversammlungen steht vor der Tür. Die Anlagestiftung Ethos erwartet, dass der Widerstand der Aktionäre gegen Stimmempfehlungen der Verwaltungsräte weiter zunehmen wird.

Die umstrittensten Themen an den GVs 2011 waren laut Ethos:

  1. 1. Kaptialerhöhungen (durchschnittliche Zustimmung: 86,9 Prozent)
  2. 2. Vergütungen (durchschnittliche Zustimmung: 87,3 Prozent)
  3. 3. Décharge-Erteilung (durchschnittliche Zustimmung: 96,3 Prozent)

 

«Ethos erwartet eine Zunahme der Opposition, insbesondere bei Vergütungsfragen, bei der Entlastung des Verwaltungsrates und bei Kapitalerhöhungen», schreibt die Anlagestiftung nun in einer Medienmitteilung.

48 Firmen lassen abstimmen

Trotzdem wollen 2012 mit 48 so viele Unternehmen wie noch nie konsultativ über ihren Salärbericht abstimmen lassen (2010: 45). Das meldet Ethos nach einer Umfrage bei den 100 grössten, an der Schweizer Börse notierten Unternehmen. 

Einer der Pioniere unter den Schweizer Firmen, die zumindest konsultativ über die Manager-Löhne abstimmen liessen, war 2008 der Hedge-Fund-Spezialist Partners Groupe.

CS, UBS und Swiss Life unter den Ersten

Zu den ersten SMI-Unternehmen, die 2009 konsultative Abstimmungen einführten gehörten auch die Banken UBS und Credit Suisse sowie der Lebensversicherer Swiss Life.

Ein Jahr später folgten ihnen die Swiss Re und Zurich Financial Services. Bei der Nationale Suisse führte man die konsultative Abstimmung 2011 ein, ebenso bei Swissquote.

Julius Bär-Management verweigert Mitsprache

Einige Versicherungen und zahlreiche Banken wehren sich hingegen weiterhin gegen die Mitsprache ihrer Aktionäre in Lohnfragen. Prominentester Exponent ist wohl die Bank Julius Bär.

Neben ihr gehören unter den SMI-Unternehmen nur noch Swatch und Synthes zu den grundsätzlichen Verweigerern.

Drückeberger unter den Finanzhäusern sind weiter...

Auch die Bank Vontobel, EFG International sowie die GAM Holding zieren sich, über ihre Managementbezüge abstimmen zu lassen, und sei es nur konsultativ.

Weiter die VP Bank, die Liechtensteinische Landesbank, die Bank Coop sowie die Berner, Luzerner, St. Galler, Waadtländer und Zuger Kantonalbanken.

Unter den Versicherern zählen die Baloise und die Helvetia zu den Verweigerern.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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