Mai
17
2012
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Laut der Anlagestiftung Ethos nimmt der Widerstand der Aktionäre gegen Spitzensaläre weiter zu. Julius Bär, Vontobel oder GAM scheuen vor der Abstimmung. 

Bald steht die Saison der Generalversammlungen steht vor der Tür. Die Anlagestiftung Ethos erwartet, dass der Widerstand der Aktionäre gegen Stimmempfehlungen der Verwaltungsräte weiter zunehmen wird.

Die umstrittensten Themen an den GVs 2011 waren laut Ethos:

  1. 1. Kaptialerhöhungen (durchschnittliche Zustimmung: 86,9 Prozent)
  2. 2. Vergütungen (durchschnittliche Zustimmung: 87,3 Prozent)
  3. 3. Décharge-Erteilung (durchschnittliche Zustimmung: 96,3 Prozent)

 

«Ethos erwartet eine Zunahme der Opposition, insbesondere bei Vergütungsfragen, bei der Entlastung des Verwaltungsrates und bei Kapitalerhöhungen», schreibt die Anlagestiftung nun in einer Medienmitteilung.

48 Firmen lassen abstimmen

Trotzdem wollen 2012 mit 48 so viele Unternehmen wie noch nie konsultativ über ihren Salärbericht abstimmen lassen (2010: 45). Das meldet Ethos nach einer Umfrage bei den 100 grössten, an der Schweizer Börse notierten Unternehmen. 

Einer der Pioniere unter den Schweizer Firmen, die zumindest konsultativ über die Manager-Löhne abstimmen liessen, war 2008 der Hedge-Fund-Spezialist Partners Groupe.

CS, UBS und Swiss Life unter den Ersten

Zu den ersten SMI-Unternehmen, die 2009 konsultative Abstimmungen einführten gehörten auch die Banken UBS und Credit Suisse sowie der Lebensversicherer Swiss Life.

Ein Jahr später folgten ihnen die Swiss Re und Zurich Financial Services. Bei der Nationale Suisse führte man die konsultative Abstimmung 2011 ein, ebenso bei Swissquote.

Julius Bär-Management verweigert Mitsprache

Einige Versicherungen und zahlreiche Banken wehren sich hingegen weiterhin gegen die Mitsprache ihrer Aktionäre in Lohnfragen. Prominentester Exponent ist wohl die Bank Julius Bär.

Neben ihr gehören unter den SMI-Unternehmen nur noch Swatch und Synthes zu den grundsätzlichen Verweigerern.

Drückeberger unter den Finanzhäusern sind weiter...

Auch die Bank Vontobel, EFG International sowie die GAM Holding zieren sich, über ihre Managementbezüge abstimmen zu lassen, und sei es nur konsultativ.

Weiter die VP Bank, die Liechtensteinische Landesbank, die Bank Coop sowie die Berner, Luzerner, St. Galler, Waadtländer und Zuger Kantonalbanken.

Unter den Versicherern zählen die Baloise und die Helvetia zu den Verweigerern.

Kommentare 

 
#1 Pfäffikon 2012-02-02 16:30
Konsultative Abstimmungen über die Entschädigungen bringen nichts. Da muss sich Herr Biedermann von Ethos schon was Besseres einfallen lassen.
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