Die Finma will die Kunden besser schützen

Die Finanzmarktaufsicht verlangt mehr Kompetenzen, um die Position der Kunden gegenüber den Banken und Versicherungen zu stärken. 

Von der obligatorischen Gesprächsaufnahme oder Video-Dokumentation von Kundengesprächen in der Bank ist jetzt nicht mehr die Rede. Solches hatte die Finma 2010 in ihrem Diskusssionspapier angeregt, um dem Kunden im Streitfall die Beweisführung zu erleichtern. 

Zur Stärkung des Kundenschutzes will die Finanzmarktaufsichtsbehörde nun bei einer besseren Aufsicht über die Kundenberater ansetzen. Und sie will dafür, dass die unabhängigen Vermögensverwalter ebenfalls ihrer Aufsicht unterstellt werden, wie sie am Freitag vor den Medien erläuterte

Verhaltensregeln für Finanzdienstleister

Kernstück des neuen Massnahmenpakets, welches die Finma am Freitag vorstellte, sind einheitliche Verhaltensregeln. Diese sollen künftig von Bank- und Versicherungsberatern wie Vermögensverwalter gleichermassen eingehalten werden:

  1. Kunden sollen künftig Klarheit über alle mit einer Dienstleistung oder dem Kauf eines Produktes verbunden direkten und indirekten Kosten und Risiken haben.
  2. Dafür verlangt die Finma die Herstellung eines vereinfachten Prospekts für sämtliche Aktien, Obligationen und strukturierten Produkte.
  3. Nicht zuletzt verlangt die Finma, dass ihr zur Durchsetzung dieser Massnahmen per Gesetzesanpassung mehr Kompetenzen zugesprochen werden. 

Öffentliches Register für Kundenberater

Zudem sollen sämtliche Angestellten mit Kundenkontakt ihre  Kenntnisse über die geltenden Verhaltensregeln mit einer Prüfung und periodischen Weiterbildungen nachweisen müssen.

Nur wer dies tut, soll in ein öffentlich zugängliches Register für Kundenberater aufgenommen werden. Kunden können anhand dieser Registereinträge beurteilen, ob ihre Kontaktperson über die erforderlichen Voraussetzungen verfügt, um sie bei der Ausführung von Finanzgeschäften kompetent zu unterstützen.

Vermögensverwalter unter Aufsicht

Für eine möglichst lückenlose Aufsicht will die Finma, dass neu auch die unabhängigen Vermögensvewalter unter Aufsicht gestellt werden (siehe finews.ch).

Zusätzlich zur Anpassung des Finanzdienstleistungsgesetz verlangt die Finma eine Anpassung des Zivilrechts, damit die Privatkunden ihre Rechtsansprüche gegenüber Finanzhäusern besser durchsetzen können.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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