Carnegie Fund Services kommt nach Zürich

Die in der Vertretung ausländischer Fonds tätige Genfer Firma Carnegie eröffnet eine Filiale in der Limmatstadt. Leiter ist ein ehemaliger Kadermann der Finma.

Carnegie Fund Services vertritt bereits mehr als 200 ausländische Anlagefonds in der Schweiz und hat sich längst einen hervorragenden Ruf in der Branche erworben. Innerhalb weniger Wochen schafft es das Unternehmen, die Vertriebsbewilligung für einen ausländischen Fonds einzuholen.

Daher wenden sich immer mehr ausländische Fondsgesllschaften an Carnegie Fund Services, die kollektive Kapitalanlagen im der Schweiz vertreiben wollen, und die Vertretung dieser Produkte mitsamt den administrativen Aufgaben – nicht zuletzt aus Kostengründen – delegieren möchten. Fondsgesellschaften, die Töchter von Schweizer Banken sind, beginnen ebenfalls die Dienstleitungen von Carnegie Fund Services zu benutzen. Dies zum Unmut mancher Anwälte, die bislang dieses lukrative Geschäft mehr oder weniger vereinnahmten.

Lange Erfahrung in der Fondsverwaltung

CARNEGIE_1

Carnegie Fund Services wurde 2003 vom schottisch-schweizerischen Doppelbürger Neil Carnegie (Bild oben, links) sowie dem Schweizer Eric Rothacher gegründet. Die Gesellschaft wird heute von Neil Carnegie und Jérôme Neri (Bild oben, rechts) geleitet und beschäftigt mittlerweile ein Team von 15 Fachleuten. Nun eröffnet das Unternehmen eine Zweigniederlassung an der Zürcher Bahnhofstrasse, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

Heinz_Gloor_1Die Leitung übernimmt Heinz Gloor (Bild links), der seit diesem Jahr bei Carnegie arbeitet und eine lange Erfahrung auf dem Gebiet der Fondsverwaltung mitbringt. Zuletzt war er von 2008 bis Ende 2011 als Managing Partner und Leiter Legal & Compliance bei Acolin Fund Services in Zürich tätig gewesen.

Insgesamt 14 Jahre seiner Berufskarriere absolvierte er bei der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) respektive der heutigen Finanzmarktaufsicht (Finma), wo er in der Abteilung «Bewilligungen» und später in der Abteilung «Spezialaufgaben im Bereich Anlagefonds» tätig war.

Gloor spricht insgesamt acht Sprachen, darunter auch Russisch und arbeitete im Laufe seiner Karriere bei der Credit Suisse, der Dresdner Bank, der Banque Générale du Luxembourg sowie bei der Bayerischen Landesbank, wo er die Finanzabteilung leitete.

Renommierte Kunden

Carnegie Fund Services vertritt über 200 Anlagefonds in der Schweiz, darunter jene von CCR Asset Management (UBS Frankreich), DNCA, Gottex, Janus Capital (149 Milliarden Dollar), Lazard Frères Gestion, MFS (253 Milliarden Dollar) sowie von UBS Third Party Management.

Die Vertretung ausländischer Anlagefonds in der Schweiz umfasst weder den Verkauf noch die Werbung für Anteile solcher Fonds, auch wenn der Begriff Fondsvertretung manchmal fälschlicherweise so ausgelegt wird. Einen ausländischen Anlagefonds zu vertreten, heisst vielmehr, sicherzustellen, dass seine gesetzlichen, administrativen und vertraglichen Pflichten erfüllt werden.

Beziehungspflege mit Fondsgesellschaften und Banken

Dazu gehören das Einholen der Vertriebsbewilligung bei der Finma und die Aufrechterhaltung dieser Zulassung durch laufende Informations- und Reportingpflichten, die Pflege der Beziehungen mit den Fondsgesellschaften und den Banken, die das Produkt vertreiben, das Monitoring der Vertragsparteien, die Meldung des Steuerwerts der Anteile an die Steuerverwaltung und eventuell die Abrechnung der Retrozession von Kommissionen.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nacktfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Die schlimmsten Prognosen 2016

Was Anlage-Profis für 2016 prophezeien.

Selection

Selection

Diese Bank bezahlt am besten

Bei den Löhnen sticht eine Bank mit grossem Abstand hervor.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News