Die Frankenstärke in der Bilanz der SNB

Der Kampf gegen die Frankenstärke bläht die Bilanz der Nationalbank auf, wie Raphael Vannoni von der Schweizerischen Bankiervereinigung erläutert.

Raphael_Vannoni_119x178Von Raphael Vannoni, Leiter Economic Analysis, Schweizerische Bankiervereinigung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Länderexamen zur Schweiz die Währungspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gewürdigt. Gemäss IWF und Statistiken der SNB hat sich die Bilanzsumme seit Anfang 2007 mehr als verdreifacht.

Im letzten September wurde ein Höchststand erreicht, der 70 Prozent des schweizerischen BIP entspricht. Gemäss IWF ist dies die höchste Quote aller Industriestaaten.

Wie ich in untenstehender Abbildung dargestellt habe, sind die Devisenanlagen zum grössten Teil für die Ausweitung der Aktivseite der Bilanz verantwortlich. Per März 2012 stammten über 72 Prozent der Forderungen aus Devisenanlagen.

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Quelle: Schweizerische Nationalbank

Wie wohl alle wissen, haben sich die Aktivitäten der SNB positiv auf den Wechselkurs EUR/CHF ausgewirkt. Weitaus aufschlussreicher ist aber die Tatsache, dass die Volatilität des EUR/CHF-Wechselkurses nach der Festsetzung des Mindestkurses innert 24 Stunden von 23 Prozent auf 8 Prozent abgenommen hat.

Dies ist insbesondere für Exportfirmen von grosser Bedeutung, da dadurch die Planung ihrer Geschäftsaktivitäten stark erleichtert wird. Sind doch abrupte Wechselkursänderungen problematischer als ein konstant hoher Schweizer Franken Kurs.

Neue Spekulation der Investoren

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt, auf den der IWF eingeht, ist die gedrehte Spekulation der Investoren. Vor dem Eingriff der SNB gingen die Märkte von einer Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Dollar aus. Nach der Intervention erwarteten die Anleger eine Abwertung. Untenstehende Grafik zeigt, dass Investoren ihre Long-Positionen (Kauf-Position) stark reduziert und Short-Positionen (Verkauf-Position) ausgebaut haben.

Im Februar 2012 betrugen die Netto-Short-Positionen in USD/CHF Derivaten über 35 Prozent (siehe Grafik). Ein weiterer Aspekt, der diese Entwicklung getrieben haben kann, sind die Prognosen, die von einem schwächeren Euro gegenüber US-Dollar ausgehen. Dies würde bedeuten, dass die Märkte erwarten, dass die SNB den Mindestkurs halten kann.

Waehrungsfonds

Auf Grund mangelnder Alternativen erachtet der IWF die Untergrenze weiterhin als gerechtfertigt. Wenn sich die ökonomischen Konditionen allerdings wieder normalisieren, ist ein sanfter Ausstieg hin zu flexiblen Wechselkursen anzustreben, um eine pro-zyklische Geldpolitik zu vermeiden.

(Chart-Quelle: Internationaler Währungsfonds)

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Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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