Rückblick auf fünf Jahre EMEA-Investments

In den letzten Jahren war es für Anleger nicht einfach, mit Aktienfonds gute Renditen zu erzielen. Nick Price, Fondsmanager von Fidelity, sagt, worauf es jetzt ankommt.

Nick_Price_145Von Nick Price, Manager des Emerging Europe, Middle East & Africa Fund von Fidelity Worldwide Investment

Die Volkswirtschaften der aufstrebenden Länder in der Region Emerging Europe, Middle East & Africa (EMEA) bieten eine unglaubliche Vielfalt an Anlagemöglichkeiten.

Ob Energiequellen, Metall- und Rohstoffvorkommen unter der Erde sowie vor den Küsten, das im Überfluss vorhandene, noch unzureichend genutzte Ackerland oder die Konsummärkte in Subsahara-Afrika, wo kräftiges Wachstum zu erwarten ist: Die Region bietet ein enormes Potential in einer Zeit, in der weltweit immer mehr konsumiert und nach neuen, unerschlossenen Märkten Ausschau gehalten wird.

Zum ersten Mal in einem Supermarkt

Russland gründet seinen Reichtum auf dem Weltexport von Gas, Öl, Stahl und Aluminium. Afrika verfügt über grosse Edelmetallvorkommen. 40 Prozent der weltweiten Goldreserven und 88 Prozent der globalen Platinvorkommen sind hier lokalisiert. Hinzu kommt, dass dank dem wirtschaftlichen Aufschwung auch das Pro-Kopf-Einkommen steigt und immer mehr Menschen fähig sind, sich Basisgüter des täglichen Lebens anzuschaffen oder Konsumgüter zu leisten.

So hat beispielsweise in Afrika eine stetig wachsende Anzahl Konsumenten die Möglichkeit, zum ersten Mal in einem Supermarkt einkaufen zu gehen, ein Bankkonto zu eröffnen oder ein Mobiltelefon zu nutzen.

Unternehmen identifizieren

Es gilt deshalb, diejenigen Unternehmen zu identifizieren, die am stärksten von diesen Entwicklungen profitieren werden. Anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Fidelity Funds - Emerging Europe, Middle East & Africa Fund, ziehe ich mit meinem Team eine äusserst positive Bilanz.

Unsere Anlagephilosophie und die Vorgehensweise, wie wir die besten Anlageideen zu identifizieren versuchen, hat sich ausserordentlich gut bewährt. Dank diesem Investmentansatz, den wir bereits in der Pilotphase vor der Auflegung des Fonds entwickelt hatten, gelingt es uns immer wieder Firmen zu identifizieren, die von anderen Investoren, welche vielleicht nicht über dieselben Investmentressourcen verfügen wie Fidelity, häufig übersehen werden.

600-prozentige Gewinnsteigerung

So haben wir beispielsweise schon 2004 Aktien des afrikanischen Einzelhändlers Shoprite gekauft, noch bevor Analysten der grossen Wertpapierhäuser den Titel offiziell auf ihrem Radarschirm hatten. Seit dem Erwerb der Aktie hat das Unternehmen seinen Gewinn um fast 600 Prozent gesteigert. Das sind über 25 Prozent pro Jahr in den letzten acht Jahren.

Verglichen mit etablierten Märkten hat sich seit 2007 nicht nur die EMEA-Region für Investoren als sehr vorteilhaft erwiesen. Auch der Fonds selbst hat eine Wertsteigerung von 129,8 Prozent erreicht und seinen Vergleichsindex in der 5-Jahresentwicklung um beeindruckende 25,9 Prozent übertroffen.

Zudem war er im Vergleich aller Konkurrenzprodukte auf dem Markt während der gesamten Zeit im ersten Quartil. Grund dafür sind zum einen die vielen fundamentalen und strukturellen Faktoren, zum anderen aber auch die erfolgreiche Einzeltitelauswahl.


5-Jahresentwicklung des FF - EMEA Fund

Grafik_EMEA

Quelle: Fidelity Worldwide Investment. Die Grafik zeigt die Wertentwicklung des FF - Emerging Europe, Middle East & Africa Fund über volle fünf Jahre vom 11. Juni 2007 bis 08. Juni 2012 im Vergleich zur Wertentwicklung des Vergleichsindex, dem MSCI Emerging EMEA Index (5 Prozent capped), und anderen gebräuchlichen Indizes der Industriestaaten. Alle Zahlenreihen wurden zum 11. Juni 2007 auf 100 indexiert, sind in Euro und gegebenenfalls nach Gebühren. Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für künftige Erträge.


Nick_Price_qDer gebürtige Südafrikaner Nick Price ist Portfolio Manager und Leiter des globalen Emerging Markets Teams. Er kam 1998 zu Fidelity und durchlief mehrere Sektoren als Research Analyst. Seit 2004 verwaltet er als Portfolio Manager verschiedene Fonds und institutionelle Mandate. Er betreut seit der Lancierung in 2007 den FF - EMEA Fund, der mittlererweile ein Fondsvermögen von rund  916 Millionen Euro hat. Daneben betreut der seit 2009 auch den FF - Emerging Markets Fund mit rund 2'300 Milliarden Euro (Zahlen per 31. Juli 2012).

 

 

 

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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