«Kostendruck für IT-Leistungen steigt weiter»

In unsicheren Zeiten müssen Informatik-Investitionen einen raschen Return liefern, sagt Peter Nikles, Brand Leader Business Analytics IBM Schweiz und Österreich.


Peter_Nikles_75Herr Nikles, die geplanten Sparmassnahmen in der Informatik der Schweizer Grossbanken sorgen momentan für allerhand Schlagzeilen. Was spüren Sie davon?

Ich sehe vor allem eine grössere Veränderung: Der Kostendruck der Unternehmen für Informatikleistungen ist weiter gestiegen. Parallel dazu soll die IT-Umgebung aber flexibel, agil und leistungsfähig sein. Das kann, muss aber kein Widerspruch sein.

Applikationen vermehrt in der Cloud betreiben zu lassen, kann eine Antwort darauf sein. Um dem gesteigerten Bedarf an Cloud-Lösungen gerecht zu werden, hat IBM ihr Angebot an Software-Applikationen stark erweitert.

Welche Themen sind derzeit im Gespräch?

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wollen Investitionen gut überlegt sein und sollen einen rasch messbaren Return on Investment (ROI) erzielen. Dazu sind Analyse- und Reporting Tools unverzichtbar, die es ermöglichen, möglichst zeitnahe Entscheidungen zu treffen.


«Es geht nicht nur um die Menge an Daten»


Durch «Big Data» haben wir eine Flut an Daten und Informationen, die sowohl strukturiert, aber zunehmend unstrukturiert sind. Diese riesigen Datenmengen gilt es, zu analysieren und so zu verarbeiten, dass wir eine gute Basis für Geschäftsentscheide erhalten. Denn es geht nicht nur um die Menge an Daten (Volume), sondern immer mehr um die Form (Variety) und die Geschwindigkeit, in der sie anfallen (Velocity).

Man spricht daher auch von den V3-Daten. Um diese effektiv nutzen und auswerten zu können, benötigen wir Analyse-Software, die für eine Vielzahl von Geschäftsprozessen, etwa bei der Kundenbindung, Entscheidungsfindung oder der Segmentierung wichtig sind.

Demnächst findet zum 12. Mal die IBM Cognos Performance in Zürich statt und hat sich zu einer Institution entwickelt. Was bietet der Anlass?

Wir wollen den Teilnehmern einen Überblick über Trends und Lösungen bieten und ihnen die Möglichkeit geben, den Austausch zu pflegen und sich mit Experten zu unterhalten.


«Ein Schwerpunkt liegt im Finance- und Insurance-Bereich»


An wen richtet sich die Performance 2012?

Zur Zielgruppe gehören Chief Financial Offiers (CFO), Controller, Finanzverantwortliche im weitesten Sinne und Verantwortliche aus den Bereichen Governance, Risk and Compliance. Da wir Varicent, einen der führenden Softwareanbieter für Sales Compensation Management übernommen haben und diese Lösung auch vorstellen, dürften auch Leiter aus dem Bereich Human Resources und Compensation Management sehr interessiert sein. Die Tagung richtet sich primär an Entscheidungsträger aus dem Business, weniger an IT-Fachspezialisten.

Was sind die Highlights?

Auch dieses Jahr haben wir wieder sehr interessante Kundenvorträge: Am Vormittag setzen wir den Schwerpunkt auf den Finance- und Insurance-Bereich und sind überzeugt, mit einem Einblick in das Risiko-Management einer grossen Versicherung oder wie eine Schweizer Grossbank unsere Management-Performance-Lösung TM1 in der Gruppe nutzt, Verantwortliche aus diesen Industrien ansprechen zu können.


«Big Data ist mehr als nur ein Schlagwort»


Wir haben dieses Jahr bewusst noch mehr Beispiele aus der Praxis auf die Agenda genommen. Zudem rundet ein Beitrag eines IBM-Spezialisten zu «Big Data» die Tagung ab.

Was verstehen Sie unter dem Begriff «Big Data»?

Das ist mehr als ein Schlagwort: Daten sind zu einer gewichtigen Aktiven einer Unternehmung geworden. Kein Wunder spricht man immer mehr von «Datengold». Denn nur wer die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen kann, ist seinen Mitkonkurrenten die entscheidende Nasenlänge voraus und kann Wettbewerbsvorteile nutzen. Wir möchten aufzeigen, wie intelligente Software-Lösungen dazu eingesetzt werden können.


  • finews.ch ist Medienpartner der IBM Performance 2012

Peter_Nikles_qDer 50-jährige Peter Nikles (Bild) ist Leader Business Analytics bei IBM und damit verantwortlich für die Marktregion «ALPS» (Schweiz, Österreich). Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der IT-Branche.

Bevor er im April 2011 zu IBM stiess, war er verantwortlich für Verkauf und Marketing im Bereich Business Intelligence & Corporate Performance bei einem SAP Partner. Davor war er drei Jahre bei SAP Schweiz tätig als Sales Director SME verantwortlich für KMUs und Business Partner.

Ausserdem arbeitete Peter Nikles fast zehn Jahre lang für Hewlett-Packard (Schweiz). Er hat ein MBA der Dallas University in Texas sowie einen Bachelor's Degree in Marketing von der Business School Zürich.

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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