Finanzplatz London fällt zwanzig Jahre zurück

Das herausragende Finanzzentrum verliert an Attraktivität: Im Vergleich zu den Boomzeiten fallen mehr als ein Drittel Jobs weg, wie eine aktuelle Studie prognostiziert.

Die tiefen Einschnitte der Investmentbanken schlagen sich auf die Beschäftigungslage in der Finanzbranche durch. Deutliche Rückgänge beim Aktien- und Devisenhhandel sowie bei Fusionen sorgen für einen Stellenabbau.

Im nächsten Jahr 2013 werden auf dem Londoner Finanzplatz noch rund 237'00 Leute beschäftigt sein. Dies ergab eine aktuelle Schätzung des Londoner Think Tank «Centre for Economics and Business Research».

Auch das Londoner Finanzportal «Here is the City» berichtet darüber.

Wachsende Regulierung

«Die Abwärtskorrektur resultiert teilweise aus einer schwachen Konjunktur, aus den Folgen der Finanzkrise und aus der wachsenden Regulierung, was den Zugang zu Bankgeldern und die Finanzierung von Finanztransaktionen erschwert. Das Geschäftsmodell vieler Unternehmen in der City, das auf Zinsätzen von 8 Prozent und mehr beruhte, muss sich auf eine Welt einstellen, wo niedrige Zinsen für viele Jahre sehr wahrscheinlich sind», kommentiert Think-Tank-Geschäftsführer Douglas McWilliams die Studie.

Vor der Krise zählte der Finanzplatz in der britischen Hauptstadt im Jahr 2007 noch rund 354'000 Beschäftigte (Graphik).


cebr_figure_1_city_type_jobs_in_london_22980

Jahr – Anzahl Arbeitsplätze (Prognose ab 2013)

2011 – 280'350
2012 –  249'512
2013 –  237'036
2014 –  236'494
2015 –  237'134

2016 – 238'681
2017 – 240'605

UBS-Händler im Sonderurlaub

Die UBS hat bereits angekündigt, 10'000 Stellen zu streichen und ihre Investmentbank zu verkleinern, wie auch finews.ch berichtete. Rund 100 Händler im Bereich Fixed Income in London sind zudem «beurlaubt» worden.

 

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NEWS GANZ KURZ

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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