News ganz kurz — Oktober 2014

Banking IT-Award

Cashcloud, Commerzbank und die Fidor Bank sind die diesjährigen Gewinner des CC-Sourcing Award «Ban­king IT-​​​​Innovation Award 2014».

Zurich Insurance

Der Versicherungskonzern Zurich hat den Verkauf der russischen Olma Group abgeschlossen. Die Veräusserung des Retailgeschäfts führt gemäss früheren Angaben zu einem Verlust von 300 Millionen Dollar. Dieser wird im vierten Quartal gebucht.

True Wealth

Ein neuer Player hat den Schweizer Finanzmarkt betreten: True Wealth. Auf dem Webportal bestimmen laut Firmenangaben die Kunden die Leitplanken und behalten die Kontrolle über ihre Anlagestrategie. Geboten wird eine «Qualität auf Augenhöhe mit den besten Vermögensverwaltungen – jedoch online und zu deutlich günstigeren Konditionen». Ab einer Einlage von 8'500 Franken bietet die Firma «professionelle Vermögensverwaltung» – allerdings vornehmlich mit Exchange Traded Funds (ETF).

SVSP

Die Delegierten des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) haben Georg von Wattenwyl von der Bank Vontobel einstimmig zum neuen Verbandspräsidenten gewählt. Von Wattenwyl folgt auf Daniel Sandmeier, der sich nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Neu in den Vorstand gewählt wurde Thomas Schmidlin von der Credit Suissse.

Klimpr

Das Zürcher Jungunternehmen Klimpr lanciert eine App, um Geld von Smartphone zu Smartphone zu überweisen. Privaten ist Klimpr kostenlos zugänglich; das Konto wird via Einzahlungsschein aufgeladen. Das Startup läuft mit der neuen App allerdings direkt gegen Konkurrenzangebote grosser Bankhäuser wie Migros Bank, PostFinance und Zürcher Kantonalbank an

Lohn in Gold

Der asiatische Edelmetallhänder Bullionstar aus Singapur bezahlt seine Angestellten neu auf Wunsch in physischem Gold oder Silber aus. Man sei das erste Unternehmen, das einen solchen Schritt gehe, heisst es.

Strukturierte Produkte

Der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte (SVSP) lanciert ein interaktives Informationstool zu Strukturierten Produkten. Interessierte Einsteiger sollen dabei auf einfache Art und Weise wertvolle Informationen zum richtigen Einsatz dieser Anlage-Produkte erhalten.

Crealogix

Das Unternehmen für Bankensoftware hat eine neue Zahlungs- und Finanzmanagement-Lösung auf den Markt gebracht. Das Produkt mit dem Namen CLX.NovaBusiness richtet sich an Unternehmen, die regelmässig eine grössere Menge von Zahlungen zu bewältigen haben.

Mobiliar

Die Versicherungsgesellschaft Mobiliar hat ihre Namenaktien der Helvetia, die sie durch den Verkauf ihrer Aktien der Nationale Suisse erhalten hatte, an die Patria Genossenschaft verkauft. Nach dieser Transaktion unterschreitet die Mobiliar die Meldeschwelle von 3 Prozent und hält keine weiteren Aktien der Helvetia.

Mehr als nur Geld

Für Schweizer Arbeitnehmer steht offenbar eine herausfordernde Tätigkeit an erster Stelle bei der Bewertung der Attraktivität eines Arbeitgebers, gefolgt von Autonomie am Arbeitsplatz und Jobsicherheit. Ein attraktives Gehaltspaket rangiert dagegen erst auf dem sechsten Platz, wie eine neue Studie der Beratungsfirma Towers Watson zum Schluss kommt.

BNY Mellon

Der US-Vermögensverwalter BNY Mellon Wealth Management hat die Marktzulassung erhalten, um in Hongkong Finanzdienstleistungen für sehr vermögende Privatkunden anzubieten.

Award für Avaloq

Zum zweiten Mal in Folge zeichnete die Fachzeitschrift für Vermögensverwalter Private Banker International (PBI) das Softwarehaus Avaloq mit einem «PBI Global Wealth Award» aus. Wie im letzten Jahr geht der Preis an die Schweizer Bankensoftware-Spezialisten in der Kategorie «Outstanding Wealth Management Technology Provider - Most Effective Integrated Solution».

Compagnie Financière Tradition

Der Interdealer-Broker Compagnie Financière Tradition CFT weist für das dritte Quartal einen Umsatz von 197,9 Millionen Franken aus. Das sind 6,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen sank der Umsatz im selben Zeitraum um 2,8 Prozent. Im laufenden Jahr 2014 sank der Umsatz um 6,7 Prozent auf 664,7 Millionen Franken.

Einschreibebrief online

Das Start-Up-Unternehmen «pingen.com» hat den Online-Einschreibebrief lanciert. Der Weg zur Post und lange Wartezeiten am Postschalter fallen damit weg.

Banque Profil de Gestion

Die Genfer Banque Profil de Gestion hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen Verlust von 240'000 Franken erlitten. Damit wurde der Fehlbetrag aus dem vergangenen Jahr nur um 20'000 Franken abgebaut.

Intesa Bank

TeamViewer, ein Anbieter von Software für die Fernwartung und Online-Meetings, stellt ab sofort den Fernzugriff für die Call-Center-Mitarbeiter und Online-Banking-Kunden der Intesa Bank in Russland bereit. Mit der Software können die Supportmitarbeiter der Bank ihre Produktivität offenbar nachhaltig erhöhen und die Anzahl der Einsätze beim Kunden spürbar reduzieren.

Unigestion

Der Genfer Asset Manager Unigestion hat nach einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag für die Verwaltung eines Mandats des Merseyside Pension Fund für europäische Aktien erhalten. Der Merseyside Pension Fund verwaltet den Vorsorgeplan Local Government Pension Scheme, der die betriebliche Altersvorsorge für Angestellte der lokalen Körperschaften im Merseyside-Gebiet wahrnimmt und mehr als 127'000 Mitglieder zählt.

UBS

Die grösste Schweizer Bank hat in den USA eine Klage gegen Kroatien eingereicht. Damit fordert die UBS die Rückzahlung von Schulden in der Höhe von 45 Millionen Dollar. Die Schulden stammen offenbar aus dem Jahr 1988. Die anderen Nachfolgestaaten Jugoslawiens seien ihren Verpflichtungen nachgekommen – nur Kroatien nicht.

Swiss Re

Swiss Re Corporate Solutions bietet in Grossbritannien, Irland und Italien künftig Versicherungsschutz gegen verunreinigte oder fehlerhafte Produkte (Kontaminationen) in der Getränke- und Lebensmittelindustrie.

Datenschutz

Bei 55 Prozent der in Europa durchgeführten M&A-Transaktionen werden die Datenschutz-Bestimmungen nur bedingt, bei weiteren fünf Prozent gar nicht eingehalten. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der Secure-Cloud-Anbieter Drooms in Europa durchgeführt hat.

Pensionskassen

Die Bilanzen der Pensionskassen haben sich im dritten Quartal 2014 leicht verschlechtert. Ende des letzten Quartals waren die Rechnungszinsen so niedrig wie seit geraumer Zeit nicht mehr. Dies zog höhere Verpflichtungen nach sich, wie aus der neusten Erhebung der Beratungsfirma Towers Watson hervorgeht.

UBS gegen Skimming

Die Grossbank UBS lanciert mit V Pay eine neue Debit-Karte. Diese soll besonderen Schutz gegen das «Skimming» von Kreditkarten-Informationen bieten. Dies, weil die Kartendaten nicht mehr auf dem Magnetstreifen, sondern auf einem Chip gespeichert werden.

BNY Mellon

Newton, eine Investmentboutique von BNY Mellon, hat mit der Cambridge University eine fünfjährige Kooperation abgeschlossen. Ziel dabei ist, das Forschungsprogramm des Centre for Endowment Asset Management im Bereich langfristig orientierter Anlagen weiter auszubauen.

Deutsche Bank

Die Schweizer Tochter von Deutschlands grösstem Geldhaus hat sich im US-Steuerstreit selbst angezeigt. Können die amerikanischen Justizbehörden nachweisen, dass das Institut US-Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen hat, droht ihr eine Millionenstrafe. Dem Vernehmen nach soll die Deutsche Bank (Schweiz) nur einen verschwindend kleinen Teil an amerikanischen Kunden haben.

Knip

Das Zürcher Start-up hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Orange Growth Capital aus den Niederlanden und Redalpine aus der Schweiz sowie zwei Business Angels haben Mittel in nicht genannter Höhe investiert. Knip bietet eine gleichnamige App, mit welcher sich bestehende Versicherungsverträge verwalten und Konditionen überprüfen lassen.

Pictet

Die Privatbank Pictet in Genf hat sich für die Nutzung der IT-Lösung von Wolters Kluwer Financial Service zum finanziellen Risikomanagement entschieden.

Helvetia

Die zuständigen Wettbewerbs- und Versicherungsaufsichtsbehörden haben die Bewilligungen für den Zusammenschluss mit der Nationale Suisse erteilt. Heute Donnerstag läuft die Nachfrist für die Andienung der Nationale-Aktien ab. Am 20. Oktober werden die neuen Helvetia-Titel wie auch die Auszahlung der Barkomponente vorgenommen.

Amerikaner willkommen!

Auf der Online-Plattform «Americans are Welcome» werden alle Schweizer Privatbanken und Vermögensverwalter präsentiert, die noch Geld von Amerikanern entgegennehmen. Seit diesem Monat ist die Seite öffentlich zugänglich und nicht mehr per Passwort geschützt.

Auf Rekordkurs

Der globale Markt der ‹Exchange Trade Products› (ETP) steuert trotz eines verhaltenen Geschäfts im September auf ein Rekordjahr zu. Von Anfang Januar bis Ende September 2014 belief sich der Nettomittelzufluss auf rund 191 Milliarden Dollar. Das bisherige Rekordjahr 2012 brachte es auf 262,7 Milliarden Dollar.

Geldtransfer in 28 Sekunden

Geld per Smartphone überweisen oder einkassieren, ohne das Bank- oder PayPal-Konto der anderen Person zu kennen. Das ermöglicht eine neue Dienstleistung «Direktübertrag P2P» der Migros Bank. Selbst ohne grosse Übung reichen 28 Sekunden für einen Transfer, wie der Test zeigt.

Günstigster Japan-ETF

Die Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) hat die jährliche Pauschalgebühr für den db x-trackers Nikkei 225 UCITS ETF (DR) auf 0,09 von bisher 0,25 Prozent gesenkt. Damit ist dieser ETF gemäss Firmenangaben der derzeit günstigste in Europa angebotene japanische Aktien-ETF bei der jährlichen Pauschalgebühr.

Helvetia

Der Versicherer Helvetia, der die Nationale Suisse übernehmen will, nimmt mit zwei öffentliche Anleihen über insgesamt 525 Millionen Franken auf auf. Sie haben einen Coupon von 3,5 und 4 Prozent. Letztere wird nach 30 Jahren zurückbezahlt, die erste läuft ewig.

Schweizer Banknoten

Die Auslieferung der neuen Schweizer Banknoten verzögert sich weiter: Diese komme «wahrscheinlich nicht vor 2016», sagte Walter Meier, Sprecher der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gegenüber der «Handelszeitung».

Zurich Insurance

Die Ratingagentur S&P hat den Ausblick für die Kreditratings von Zurich Insurance von stabil auf positiv angehoben und die Ratings AA–/A-1+ bestätigt. In der Begründung hiess es unter anderem, der Versicherer verfüge über eine «extrem starke» Wettbewerbsposition.

Swiss Life

Der Lebenversicherer hat die Übernahme des deutschen Immobilien-Asset-Managers Corpus Sireo abgeschlossen. Die Kaufsumme belief sich auf 210 Millionen Euro. Das Unternehmen verwaltet Immobilien im Wert von rund 16 Milliarden und erzielt einen Umsatz von 160 Millionen Euro.

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