News ganz kurz — April 2016

Gottex

Der Vermögensverwalter verschiebt die Publikation des Jahresergebnisses 2015 erneut. Wegen der laufenden Restrukturierung und geplanter Rekapitalisierungsmassnahmen wird die Zahlenvorlage nun erst im Mai erfolgen. Das Unternehmen hat von der Börsenbetreiberin SIX einen Aufschub bis zum 27. Mai erhalten.

Swissquote

Die grösste Schweizer Online-Trading-Bank arbeitet mit dem Fintech-Startup NetGuardians zusammen. Das auf Cyberrisiken im Bankenbereich spezialisierte Jungunternehmen aus Yverdon-les-Bains umgibt die Temenos-IT-Plattform von Swissquote mit einem zusätzlichen Schutzwall.

Neue Deutsche Bank App

Die neue Banking-App «Deutsche Bank Mobile» ist seit Ende April im App-Store verfügbar. Zum Start gibt es sie für die Apple iPhones 4s bis 6s, ab dem dritten Quartal 2016 auch für das Betriebssystem Android. Sie ist der Zugang zum digitalen Ökosystem der Bank und auch ein digitales Image-Produkt. Der Vorgänger, die «Meine Bank»-App, wurde mehr als 1,5 Mio. Mal heruntergeladen.

Pfandbriefe

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Pfandbrief-Zentrale der schweizerischen Kantonalbanken Anleihen von 7,6 Milliarden Franken emittiert. In der gleichen Zeit wurden Anleihen im Umfang von 3 Milliarden Franken zur Rückzahlung fällig. Damit ist der Bestand der Pfandbrief-Anleihen um 4,6 Milliarden Franken auf den Höchststand von 42,9 Milliarden Franken gestiegen. Die Rating-Agentur Moody’s bewertet die Anleihen der Pfandbrief-Zentrale mit der Höchstnote Aaa.

Genfer Kantonalbank

An der diesjährigen Generalversammlung wurde beschlossen, die Inhaberaktien mit einem Nennwert von je 100 Franken in zwei Namenaktien zu je 50 Franken Nennwert zu wandeln. Diese gesetzlichen Änderungen beinhalten keine Reduktion der Beteiligung der öffentlichen Hand am Kapital der Bank.

Swiss Re

Der grösste Schweizer Rückversicherer bezieht in den nächsten fünf Jahren Infrastruktur, Datenbanken und Entwicklungsplattform aus der «Cloud» der Swisscom. Der Schritt markiert eine weitere Internationalisierung des Schweizer Telekom-Riesen. Swisscom bedient mit ihren Cloud Services zukünftig globale Standorte – zunächst aus Hong Kong und den USA heraus.

Bellevue Group

Die Finanz-Boutiquen-Gruppe hat eine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen und dabei einen Bruttoerlös von 32,9 Millionen Franken erzielt. Im Rahmen des Angebots sind insgesamt 2'991'428 neue Namensaktien platziert worden. Diese sind am 26. April erstmals für den Handel an der SIX zugelassen.

Banque Morval

Die in Genf ansässige Privatbank veröffentlichte zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Jahreszahlen. Dabei erzielte sie 2015 einen Gewinn von 4,4 Millionen Franken. Die Kundengelder kletterten im Vergleich zum Vorjahr um knapp 9 Prozent auf zwei Milliarden Franken.

Appenzeller Kantonalbank

Das Finanzinstitut erhöhte im ersten Quartal 2016 die Erträge aus dem Zinsengeschäft um 4 Prozent auf 7,6 Millionen Franken. Der Geschäftserfolg ging im Vorjahresvergleich aufgrund eines ausserordentlichen Effekts dennoch um 1,6 Prozent auf 4,9 Millionen Franken zurück. Für das Gesamtjahr zeigt sich die Kantonalbank zuversichtlich.

Compagnie Financière Tradition

Die Westschweizer Broker-Gruppe hat im ersten Quartal 2016 einen Umsatz von 219,5 Millionen Franken erwirtschaftet. Dies entspricht einer Abnahme von 3,4 Prozent zum Vorjahresquartal, zu konstanten Wechselkursen beträgt das Minus 4,9 Prozent. 

Avaloq

Wie von finews.ch bereits Anfang April exklusiv berichtet, hat er Bankensoftwarespezialist Avaloq  in Malaysia Kundschaft gewonnen: Maybank hat für ihr Private Banking die Banking Suite nun vollständig implementiert. Maybank gehört zu den führenden Instituten in Südostasien.

PKRück

Die auf Pensionskassen und Sammelstiftungen spezialisierte Lebensversicherungsgesellschaft konnte die Prämieneinnahmen 2015 um 14 Prozent auf 122 Millionen Franken steigern. Hingegen nahm der Gewinn um knapp 6 Prozent auf 4,4 Millionen Franken ab.

Swissquote

Die Online-Bank Swissquote hat ihre Partnerschaft mit dem englischen Fussballclub Manchester United verlängert. Im Rahmen des neuen Vertrags erhält die Schweizer Bank eine erweiterte Präsenz an Spieltagen im Old Trafford-Stadium. Die Marke soll auf den LED-Banden des Clubs in der Barclays Premier League, dem FA Cup und dem League Cup sowie im Hintergrund der Interviews nach den Spielen erscheinen. Die Partnerschaft gewährt den Kunden von Swissquote und den Fans von Manchester United die Chance, Hospitality-Tickets zu gewinnen sowie eine Reihe von Events zu besuchen.

Bank Linth

Die Aktionäre der Bank Linth haben sämtliche Anträge Verwaltungsrates angenommen. Als neuer Präsident wurde Ralph Siegl gewählt, der Georges Knobel ablöst. Ebenfalls im Verwaltungsrat ist nun Beatrix Frey-Eigenmann. Wie ein Jahr zuvor erhalten die Aktionäre eine Dividende von 8 Franken pro Aktie.

Bankgeheimnis

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) lehnt nicht nur die Verankerung des Bankgeheimnisses in der Bundesverfassung ab (Initiative zum Schutz der Privatsphäre «Matter-Initiative»), sondern auch den Gegenvorschlag bürgerlicher Parlamentarier. Bei Annahme der Initiative wie des Gegenvorschlages könnten steuerunehrliche Personen gegenüber steuerehrlichen geschützt werden, befürchtet die SBVg.

Credit Suisse

Die Schweizer Grossbank prüft die Fusion der beiden Immobilienfonds Real Estate Fund Green Property mit dem Real Estate Fund PropertyPlus per Anfang Juli 2016. Gemessen an der Börsen-Kapitalisierung entstünde damit der fünftgrösste Immobilienfonds im Schweizer Markt. 

Zurich

Die Zurich Insurance beabsichtigt, ihre Option zur vorzeitigen Rückzahlung einer nachrangigen Anleihe im Betrag von 700 Millionen Dollar auszuüben. Die Rückzahlung zum Nennwert (inklusive aufgelaufener Zinsen) ist auf den 15. Juni 2016 vorgesehen.

St.Galler Kantonalbank

Das Staatsbank übernimmt das von der Postfinance entwickelte digitale Portemonnaie Twint und stellt die Applikation ihren Kunden zur Verfügung. Weitere Ausbauschritte im digitalen Banking, etwa die Bezahl-App Paymit und eine Mobile App mit Kontoauszug und Budget-Tool, sind noch in diesem Jahr vorgesehen.

Sanitas

Die Krankenkassengruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen rückläufiger Kapitalerträge einen Gewinneinbruch um 80 Prozent auf 19 Millionen Franken erlitten. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen brach gar um 94 Prozent auf 7,2 Millionen Franken ein. Hauptursache für diesen massiven Rückgang war das schwierige Umfeld an den Finanzmärkten.

Gottex 

Der in einer Rekapitalisierung steckende Vermögensverwalter Gottex verschiebt die Publikation des Jahresergebnisses 2015 auf den 29. April und damit auf den letztmöglichen Tag. Auch die Generalversammlung, die für den 4. Mai angekündigt gewesen war, wird verschoben. 

Mobiliar 

Wegen eines Sondereffekts schrumpfte der Gewinn der Mobiliar 2015 um 36 Prozent auf 383 Millionen Franken. Gleichzeitig gelang es der Versicherungs-Gruppe, im Nichtlebengeschäft sowie in ausgewählten Teilen der Lebensversicherung zu wachsen. Um auch künftig «fit» zu bleiben, will die 190-jährige Mobiliar verstärkt auf die Digitalisierung setzen.

UBS Deutschland

Die UBS Deutschland kooperiert mit Wikifolio, einer europäischen Online-Plattform für Anlagestrategien von privaten Tradern und professionellen Vermögensverwaltern. Künftig werden auf der Wikifolio-Plattform über 100'000 von der UBS emittierte Anlage- und Hebelprodukte zur Verfügung stehen.

Zürcher Kantonalbank

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) verlängert ihr Sponsoring für das Openair-Kino Allianz Cinema um weitere drei Jahre. Die ZKB gehört bereits seit 2008 zu den Hauptsponsoren dieses Events. Das Allianz Cinema findet im Juli und August in Zürich und in Basel statt.

Barclays

Die britische Grossbank Barclays hat ihr asiatisches Wealth Management an die Oversea-Chinese Banking Corp (OCBC) für rund 320 Millionen Dollar verkauft. Barclays soll in den Private-Banking-Arm, die Bank of Singapur, integriert werden. Um Barclays hatte auch die Singapurer DBS geboten.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat ein Innovation Lab im amerikanischen Silicon Valley eröffnet. An der Eröffnungsveranstaltung nahm der Co-Vorstandsvorsitzende John Cryan teil. Das Innovation Lab in Palo Alto ermöglicht der Bank, die neuen Technologien aus dem Silicon Valley zu prüfen und zur Weiterentwicklung ihrer Produkte, Dienstleistungen sowie internen Prozesse anzuwenden. Darüber hinaus wird es gemäss eigenen Angaben die Innovationskraft der Bank sowie ihre Geschäftsbeziehungen zu Startups stärken. Die Deutsche Bank arbeitet hier mit IBM zusammen.

CAT

Die auf Dienstleistungen für Strukturierte Produkte spezialisiert Firma Cat Financial Products arbeitet künftig mit der Aargauischen Kantonalbank (AKB) zusammen und zwar im Reporting und Life-Cycle-Management. Im Rahmen dieser Kooperation nutzt die AKB diese Services im White-Labelling-Format. Die Plattform steht seit Anfang April allen Kundenberatern und der Handelsabteilung zur Verfügung und ermöglicht gemäss Firmenangaben eine unabhängige Analyse und Überwachung aller Strukturierten Produkte.

ProgressNow!

Die auf der Höhe des Dotcom-Boom gegründete Wagniskapital-Gesellschaft ist zahlungsunfähig und wird liquidiert. Wie die Börsenbetreiberin SIX mitteilte, dekotiert sie die Titel von ProgressNow! per 31. Mai. Der Aktienkurs ist von einem Höchst von 118.50 Franken im Jahr 2004 auf mittlerweile 10 Rappen gefallen.

Credit Suisse

Aus den beiden Immobilienfonds CS Euroreal und CS Property Dynamic veräusserte die Schweizer Grossbank einen Grossteil des niederländischen Immobilienportfolios. Das Immobilienpaket umfasst 14 Liegenschaft zu einem Verkehrswert von rund 380 Millionen Euro. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Freiburger Kantonalbank 

Nun bietet auch die Freiburger Kantonalbank (FBK) Online-Hypotheken an. Die effiziente Abwicklung ermöglicht es der FBK Zinssätze anzubieten, die bis 30 Prozent unter den Standard-Zinssätzen liegen.

Graubündner Kantonalbank

Nutzer der Mobile-Banking-App des Staatsinstituts können sich neu per Fingerabdruck (Touch-ID) in einloggen. Zudem wurde die Applikation um weitere Dienste ergänzt.

Banque Edmond de Rothschild

Die Genfer Privatbank übernimmt über ihre französische Tochter den Vermögensverwalter Cleaveland. Der französische Spezialist für Immobilien-Investments verwaltete 2015 rund 2,5 Milliarden Euro an Vermögen und beschäftigte rund 20 Mitarbeitende. Der Kaufpreis bleibt geheim.

Zurich

Der Versicherer Zurich Insurance soll am italienischen Wealth-Management-Geschäft des britischen Finanzkonzern Old Mutual interessiert sein. Old Mutual verkaufe das Geschäft im Rahmen einer grösseren Reorganisation. Zurich kommentierte den «Reuters»-Bericht nicht.

Swiss Re

Der Rückversicherer Swiss Re hat von der US-Bank Citigroup ein Lebensversicherungsportfolio von 2,5 Milliarden Dollar der Rückversicherungstochter Prime Re übernommen. Swiss Re kündigte an, mit der Transaktion werde gemeinsame Zusammenarbeit weiter verstärkt.

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