IT-Versicherungen: Noch kein Boom in Sicht

Lediglich 19 Prozent aller Unternehmen sind im Besitz einer Versicherung, die sie gegen Cyber-Gefahren schützt, obwohl man sich dem Risiko bewusst ist.

Gefahren aus dem Netz sind real. Dem sind sich auch viele Unternehmen bewusst, wie eine Studie der Zurich Versicherung zeigt. In dieser von der Harvard Business Review Analytic Services durchgeführten Studie haben 76 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, dass sie in den letzten drei Jahren vermehrt besorgt über die Informationssicherheit und Privatsphäre besorgt seien, berichtet «Business Insurance».

Die Besorgnis über Cyber-Attacken korreliert jedoch nicht mit den getroffenen Massnahmen. So verfügen nur 19 Prozent der befragten Unternehmen über eine Cyber-Versicherung und nur 16 Prozent besitzen einen designierten Chief Information Security Officer, der für die IT-Sicherheit in einem Unternehmen verantwortlich ist.

Vertrauen auf Arbeitnehmer reicht nicht

Dabei haben Erfahrungen aus der Vergangenheit gezeigt, dass Cyber-Attacken auf Grossunternehmen beträchtliche Schäden anrichten können. Unternehmen, die sich nicht gegen solche Gefahren schützen, würden einen signifikanten Aktien-Preissturz und Reputationsverlust, die meist als Folge von Cyber-Einbrüchen auftreten, in Kauf nehmen, sagt Steve Wilson, Chief Risk Officer bei der General Insurance der Zurich.

Es reiche nicht aus, wenn sich Unternehmen darauf verlassen, dass ihre Angestellten sich an interne Richtlinien halten, um die Sicherheit der IT-Infrastruktur zu gewährleisten, fügt Wilson an.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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