FATCA: Letztes Schlupfloch gestopft

Das geplante Steuerabkommen mit den USA stellte Schweizer Lebensversicherer vor ein schier unlösbares Problem. Das wurde in der Endfassung des Gesetzes gelöst.

Die Schweiz hat mit den USA vor einer Woche das gefürchtete FATCA-Abkommen unterzeichnet. 

Im vergangenen Sommer warnte finews.ch, dieser «Foreign Account Tax Compliance Act» könnte – so wie es angedacht war – den Lebensversicherern ein Riesenproblem bescheren. Dieses wurde in der Endversion erkannt und umgangen.

Das Hindernis

Das grösstes Hindernis war: Anders als die Banken ist ihnen verboten, Kundenbeziehungen einseitig zu beenden. Anders als die Banken ist eine Lebensversicherung rechtlich verpflichtet, solch einen Kunden zu behalten, auch wenn dieser seine Unterschrift unter das berüchtigte «W9»-Formular verweigert und sich somit dem Transfer seiner Daten in die USA widersetzt.

Als Alternative wäre dem Lebensversicherer einzig übrig geblieben, 30 Prozent Quellensteuer auf allen von diesem Kunden mit US-Wertschriften erzielen Gewinnen an die USA abzuliefern. Wobei dies für einige wenige Kunden einen unverhältnismässigen Aufwand bedeutet hätte und zudem – im Falle von Fonds- und Fund-of-Fund-Investments – ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre. 

Der Ausweg

Das Problem ist in der letztgültigen Version des Gesetzes gelöst worden. Laut Brandi Caruso, Steuerberaterin bei Deloitte in Zürich, lässt es sich nun umgehen: Laut Paragraph 7 des Abkommens ist die Versicherung unter gewissen Bedingungen von der Pflicht befreit, die Quellensteuer einzubehalten oder dem Kunden die Kontobeziehung zu künden.

  • So wird die Versicherung dazu verpflichtet, Kontoinformationen über ihre US-Kunden zumindest in aggregierter Form an die US-Steuerbehörde zu liefern.
  • Dem IRS wird erlaubt, die fehlenden Kundeninformationen mittels sogenannter «Gruppenanfrage» dennoch über den Weg der Amtshilfe einzufordern.
  • Die schweizerische Behörde verpflichtet sich sodann, die eingeforderten Kontodaten innerhalb von acht Monaten auszuliefern.

US-Bürger – Du bist umzingelt!

Damit ist das letzte Schlupfloch für US-Bürger mit Schweizer Lebensversicherung gestopft. Er wird es vorziehen, die «W9»-Selbstdeklaration auszufüllen oder die Versicherungspolice von sich aus zu künden, anstatt sich zwingendermassen erwischen zu lassen.

Voraussetzung: Das Schweizer Parlament ratifziert die Umsetzung des Abkommens mit Amerika.

Doch noch ein Problem

Ein Problem, das sich allen Schweizer Firmen stellt, bleibt jedoch: US-Personen müssen alle Konten, bei denen sie zeichnungsberechtigt sind, den amerikanischen Behörden melden. Das heisst auch der Angestellte in der Buchhaltung.

Ist der Amerikaner oder amerikanisch-schweizerischer Doppelbürger und verfügt er über eine Verfügungs- oöder Zeichnungsberechtigung am Firmenkonto, muss er dieses dem US-Fiskuss melden, inklusive Saldoangaben, warnt die Treuhandfirma Artax ihre Kunden in ihrem Newsletter.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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