Swiss Life: AWD verhagelt Ergebnisse

Beim Versicherer drückte die AWD-Bereinigung stark auf den Gewinn. Dafür konnte die Anlageperformance nochmals gesteigert werden.

Swiss Life steigerte den Betriebsgewinn im letzten Jahr von 788 Millionen auf 993 Millionen Franken, also um 26 Prozent. Nach Sondereffekten – insbesondere dem Abschreiber bei AWD – beträgt der Reingewinn noch 93 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte er 606 Millionen erreicht.

«Zur positiven operativen Ergebnisentwicklung beigetragen haben die Markteinheiten Schweiz, Deutschland, Frankreich und Investment Management. Unter den Erwartungen blieben AWD und Swiss Life International», teilt Swiss Life mit.

Mit einer Anlageperformance von 8,5 Prozent (Vorjahr: 7,5 Prozent) wurde ein Anlageergebnis von 5,7 Milliarden und eine Nettoanlagerendite von 4,8 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent) erzielt.

Die Prämieneinnahmen lagen mit 17,0 Milliarden Franken auf Vorjahresniveau halten. Die Neugeschäftsmarge verbesserte sich von 1,2 auf 1,4 Prozent. Konkret heisst das:

  • In der Schweiz resultierte ein Wachstum um 2 Prozent auf 8,3 Milliarden Franken. Sowohl im Firmenkunden- (+ 2 Prozent) als auch im Privatkundengeschäft (+ 1 Prozent) wuchs Swiss Life dabei. 
  • Ein währungsbereinigt stabiles Prämieneinkommen erzielte Swiss Life in Frankreich (4,3 Milliarden Franken).
  • In Deutschland konnte Swiss Life ihre Stellung halten (1,7 Milliarden Prämieneinnahmen); hier konnten die periodischen Prämien um 2 Prozent gesteigert werden, während die Einmaleinlagen rückläufig waren.
  • Das Segment Versicherungsgeschäft International, dessen Prämieneinnahmen zum Grossteil aus dem globalen Geschäft mit vermögenden Privatkunden stammen, wies mit 2,9 Milliarden Franken einen Rückgang um währungsbereinigt 4 Prozent aus (Vorjahr: 3 Milliarden Franken).

Dazu der Kommentar von Swiss-Llife-CEO Bruno Pfister: «2012 ist es Swiss Life gelungen, ihre Schlagkraft weiter zu erhöhen. Dazu beigetragen haben ein hervorragendes Anlageergebnis und weitere operative Fortschritte. Auch wenn der Reingewinn durch die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten des AWD markant geschmälert wurde, so zeigen unsere Schlüsselzahlen für das vergangene Jahr, dass wir über eine starke Ausgangsbasis verfügen, um unsere Marktstellung in den kommenden Jahren weiter auszubauen.»

Infokit zum Jahresabschluss 2012 von Swiss Life

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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