Axel Lehmann als Zurich-CEO im Gespräch

Gerüchten zufolge soll Axel Lehmann neuer CEO von Zurich werden. Die Versicherung schweigt und will ihre Wahl erst am Donnerstag präsentieren.

lehmann_axelIn den vergangenen Wochen wurde gerätselt, wer die Nachfolge von James Schiro antreten wird. Dabei hörte man oft, dass Zurich nach einem Kandidaten in den eigenen Reihen suche. Lehmann würde auf dieses Profil zutreffen. Eine mit dem Vorgang vertraute Person hat nun der «Sonntagszeitung» das Gerücht bestätigt.

Lange Karriere bei Zurich

Lehmann ist 1996 ins Executive Management der Zurich gestossen. In der Folge besetzte er diverse Stellen beim Versicherer. Im Jahre 2000 stieg er ins Group Management Board auf. Damals war er noch für das gruppenweite Business-Development verantwortlich.

2001 übernahm der Schweizer die Verantwortung für das Nordeuropa-Geschäft und avancierte zum CEO für Zurich Deutschland. Der Aufstieg setzte sich alsbald fort. 2002 wurde Lehmann ins Group Executive Committee befördert und stieg zum Chef der Continental-Europe-Business-Einheit auf.

Nach der Konsolidierung der Geschäfte des Vereinten Königreichs und Irland, die er leitete, wechselte Lehmann nach Nordamerika. Dort war er seit 2004 Chef von Zurich North America Commercial in Chicago, bevor er 2008 in seine jetzige Position als Chief Risk Officer befördert wurde.

Weitere Konkurrenz in der Pipeline

Im Gespräch für die Schiro-Nachfolge sind jedoch auch andere Mitglieder des Executive Committee. In diesem Zusammenhang wurden beispielsweise auch schon Annette Court, Chefin des Versicherungsgeschäfts in Europa, Mario Greco, CEO der Abteilung Global Life oder der Chief Investment Officer Martin Senn genannt.

Zurich schweigt bezüglich dieser Spekulationen und verweist auf den kommenden Donnerstag. Dann werden die Halbsjahreszahlen veröffentlicht. Dieser Termin soll auch dazu genutzt werden, den neuen CEO zu präsentieren.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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