Swiss Re schreibt rote Quartalszahlen

Risiken wurden abgebaut, Credit-Defalut-Swaps aufgelöst und die Kapitalbasis gestärkt. Das drückt auf das Quartalsergebnis – der Verlust beträgt 381 Millionen Franken.

Noch in der selben Vorjahresperiode erwirtschaftete die Swiss Re einen Gewinn von 564 Millionen Franken. Der heute ausgewiesene Verlust für das zweite Quartal wird hauptsächlich auf ausserordentliche Faktoren geschoben. Im Kerngeschäft hat die Rückversicherung laut Konzernchef Stefan Lippe (Bild) «eine weiterhin solide Ertragskraft an den Tag gelegt.»

Drei Faktoren für rote Zahlen

Das negative Resultat hat laut Swiss Re drei Ursachen. Erstens drücken Bewertungsverluste auf Absicherungen von Unternehmensanleihen mit 1,1 Milliarden Franken auf die Bilanz. Zweitens kam es vor allem bei verbrieften Produkten wiederum zu Wertberichtigung in der Höhe von 600 Millionen Franken. Zudem verringerte sich die Zinsspanne in den USA auf Grund der höheren Kreditwürdigkeit. Dies hat sich mit einer Wertberichtigung von 431 Millionen Franken zu Buche geschlagen.

Zurück auf den Erfolgspfad

Im vergangenen Quartal hat es Swiss Re geschafft, einen Grossteil ihrer Risikopositionen abzubauen. Sie verringerten sich von 13,9 Milliarden Franken per Ende März 2009 auf 842 Millionen Franken auf Ende Juni.

Die Umstrukturierung des Konzerns geht laut Pressemitteilung «planmässig voran». 14 von 73 Niderlassungen werden geschlossen und die Kunden durch regionale Hubs bedient. Dies führt zu Einsparungen von 150 Millionen Franken.

Dank der reduzierten Risiken, der höheren Kapitalbasis und einem guten Ergebnis bei Underwritings gedenkt Swiss Re im kommenden Quartal in die Gewinnzone zurückzukehren. Halten sich die Naturkatastrophen im üblichen Rahmen, sieht die Rückversicherung einen Schaden-Kosten-Satz von 95 Prozent für das laufende Jahr voraus.

Weiterhin vorsichtig agieren

Aus den vergangenen Fehlern seien Lehren gezogen worden. Die Swiss Re konzentriert sich auf ein diszipliniertes Underwriting. Stefan Lippe: «Die zugrunde liegenden operativen Trends stimmen uns zuversichtlich, und wir sind jederzeit bereit,bedeutende Kapazitäten für Risiken bereitzustellen, bei denen eine angemessene Kapitalrendite für Swiss Re zu erwarten ist.»

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
  • Trumps Kabinett der Milliardäre
  • London: Der Investmentbanker Europas
  • Der Sanierer soll ein Insider-Händler sein
  • RBS: Versagen auf der ganzen Linie
  • Streitpunkt neue Kapitalregeln
mehr

SELECTION

Selection

Banken: Diese Jobs bringen richtig viel Geld

In welchen Abteilungen am meisten kassiert wird.

Selection

Selection

Das sind die grössten Family Offices

Ein Ranking zeigt, wem superreiche Familien ihr Geld anvertrauen.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

weitere News