Swiss-Re-CEO: «Die ersten Monate waren hart»

Stefan Lippe, der neue starke Mann beim Schweizer Rückversicherungskonzern, sieht erste deutliche Verbesserungen im Geschäft. Der Druck habe abgenommen.

Bekannte hätten ihm abgeraten, den CEO-Posten zu übernehmen, sagte Stefan Lippe in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» am Wochenende. Als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern habe er sich das Ja zu dieser heiklen Führungsaufgabe sehr gut überlegen müssen. Und die ersten drei, vier Monate seien auch wirklich hart gewesen. Jetzt aber seien im Geschäft deutliche Verbesserungen erkennbar, und der Druck hat abgenommen.

Stefan Lippe übernahm die Führung der Swiss Re am 18. Februar 2009. Er löste damals Jacques Aigrain ab.

Volatile Finanzmärkte

Als besonders schwierig bezeichnete Stefan Lippe, die Gesamtverantwortung zu tragen, auch für Dinge, die ausserhalb seiner Kontrolle seien. Die extreme Volatilität der Finanzmärkte der zurückliegenden Monate das Resultat des Unternehmens stark beeinflusst. Doch die Auswirkungen der Volatilität im Griff zu haben, sei sehr schwierig.

Als Nichtexperte im Anlagegeschäft konnte er die Ratschläge von in- und externen Spezialisten mit sachlicher Distanz und ohne möglicherweise dominante Eigenmeinung abwägen. So habe er mit den Fachleuten innerhalb des Management-Teams einen für die Bewirtschaftung der Kapitalanlagen passenden Weg finden können.

Jetzt zuversichtlicher

«Wir konnten grosse Teile dieser Anlagestrukturen leicht über dem abgeschriebenen Wert veräussern. Das zeigt, dass wir konservativ bewertet hatten. Zudem kommen grosse Bestände an Unternehmensanleihen und besicherten Zinspapieren in absehbarer Zeit zur Rückzahlung», sagte Lippe weiter. Es sei klar, dass an den Finanzmärkten manche Unwägbarkeiten bestehen blieben. Dennoch dürfe man jetzt wieder zuversichtlicher sein.

Weiter erklärte Stefan Lippe, dass der Rückversicherer die Anleihe von Berkshire Hathaway bereits heute zurückkaufen könnte, ohne unter das Kapitalerfordernis für ein AA-Rating zurückzufallen. Eine baldige Rückzahlung sei aber trotzdem nicht vorgesehen, denn der Vertrag regle die Frist genau. Die Rückzahlung könne zwischen dem zweiten und dritten Jahr der Laufzeit erfolgen.

Das ganze Interview lesen Sie auf diesem Link.

 

 

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Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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