Helvetia und Nationale Suisse fusionieren

Die Versicherungsgesellschaften Helvetia und Nationale Suisse wollen zusammen eine neue Versicherungsgruppe bilden.

Dazu unterbreitet Helvetia den Nationale Suisse-Aktionären ein öffentliches Kauf- und Tauschangebot im Wert von 80 Franken pro Nationale Suisse-Aktie, wie einem Communiqué vom Montag zu entnehmen ist.

Der Verwaltungsrat der Nationale Suisse begrüsst gemäss eigenen Angaben das Angebot von Helvetia und empfiehlt es den Aktionären von Nationale Suisse zur Annahme.

Mit dem Schulterschluss der beiden Gesellschaften entsteht gemäss weiteren Informationen «eine starke Schweizer Versicherungsgruppe mit erstklassigen Perspektiven».

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Helvetia unterbreitet den Aktionären der Nationale Suisse ein öffentliches Kauf- und Tauschangebot im Wert von 80 Franken pro Aktie. Pro Nationale Suisse-Aktie bietet Helvetia 52 Franken in bar und 0.0680 neu auszugebende Helvetia-Aktien (28 Franken; 35 Prozent).
  • Der Verwaltungsrat der Nationale Suisse begrüsst das Angebot und empfiehlt den Aktionären einstimmig, das öffentliche Angebot anzunehmen.
  • Helvetia und Nationale Suisse etablieren sich durch die Kombination ihrer Stärken als Nr. 3 im Versicherungsmarkt Schweiz mit einem Prämienvolumen von über 5 Milliarden Franken.
  • Die Auslandaktivitäten von Helvetia und Nationale Suisse ergänzen sich. Damit sind die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum in ausgesuchten Märkten gegeben.
  • Die Specialty Lines der Nationale Suisse werden als eigenständiger Geschäftsbereich weitergeführt und durch die Integration ausgewählter Geschäftsfelder von Helvetia nachhaltig gestärkt.
  • Vom Standort Basel werden das Leben-Geschäft und die internationalen Specialty Lines geführt. Weiter wird in Basel ein regionaler Nichtleben-Hub gebildet.
  • Die angestrebten Kosteneinsparungen in der Gruppe betragen rund 100 bis 120 Millionen Franken pro Jahr. Diese werden im Wesentlichen über Sacheinsparungen und die natürliche Fluktuation im Personalbestand erreicht.
  • Es ist vorgesehen, einen speziellen Fonds für Massnahmen im Zusammenhang mit der Abwicklung von arbeitsvertraglichen Verpflichtungen sowie personellen Härtefällen zu schaffen.
  • Einem Grossteil der Direktionsmitglieder von Nationale Suisse wird eine vergleichbare Position in der neuen Organisation angeboten.

Personelle Neuerungen

David Ribeaud wird als Leiter des neu zu schaffenden Geschäftsbereichs Specialty Lines in der Geschäftsleitung der Helvetia-Gruppe Einsitz nehmen.

Als Leiter Vertrieb wird Ralph A. Jeitziner ebenso wie Armin Suter als Leiter IT Mitglied der Geschäftsleitung von Helvetia Schweiz.

Seitens Nationale Suisse werden Andreas von Planta, Balz Hösly, Peter A. Kaemmerer und Gabriela Maria Payer im Verwaltungsrat von Helvetia Einsitz nehmen.

Hans Künzle wird zudem als zweiter Vizepräsident des Verwaltungsrates amtieren.

Vorbehältlich der Zustimmung der Aktionäre beider Gesellschaften und der zuständigen Aufsichtsbehörden soll die Transaktion im zweiten Halbjahr 2014 vollzogen werden.

Die Helvetia wird den Angebotsprospekt voraussichtlich am 8. August 2014 publizieren.

Folgt mehr.

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

So reagiert man perfekt, wenn man plötzlich den blauen Brief kriegt.

Selection

Selection

So ruinieren Sie Ihre Karriere

Schon ein zu fester Händedruck könnte Ihrer Karriere abträglich sein.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News