Zurich: Rosskur in Deutschland zeigt Wirkung

Vor zwei Jahren rutschte die Zurich in Deutschland in die roten Zahlen – und verordnete sich eine Rosskur, mit Wirkung.

Nicht nur die Schweizer Banken beissen sich am deutschen Markt die Zähne aus. Auch die hiesigen Versicherer mussten im nördlichen Nachbarland schon Federn lassen. So auch der grösste Schweizer Versicherungskonzern, die Zurich.

Zurich Deutschland mit Sitz in Bonn war nach Fehlkalkulationen bei der Versicherung von Krankenhäusern, Architekten und Ingenieuren vor zwei Jahren tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Schweizer Mutter musste für die Risiken der Tochter mehr als eine halbe Milliarde Dollar zurückstellen.

«Mehr Neugeschäft»

In Bonn wurde fast das gesamte Management ausgetauscht, verlustbringende Geschäftszweige wurden abgespalten und die Sparten neu ausgerichtet.

Die Rosskur zeigt nun offenbar Wirkung, wie der «General-Anzeiger Bonn» berichtet. «Wir haben mehr Neugeschäft als im vergangenen Jahr», erklärt Lebensversicherungs-Chef Marcus Nagel gegenüber der Zeitung. Die klassische Lebensversicherung mache allerdings nur noch 15 bis 20 Prozent davon aus. «Wir kämpfen wie die gesamte Branche mit den Niedrigzinsen», so Nagel.

Investieren in Strom-Masten

Beim Anlage-Geschäft will Zurich Deutschland künftig stärker diversifizieren. Ausgebaut soll dabei das Engagement in Infrastruktur werden. «Wir prüfen Projekte zur Finanzierung von Stromtrassen», sagt Nagel.

Bei den Schadensversicherungen wiederum will Zurich Deutschland stärker als der Markt wachsen. Gut unterwegs ist das Unternehmen bei den Autoversicherungen, die etwa die Hälfte des Sachversicherungsgeschäfts ausmachen.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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