«Thurgallien» erobert den Klimapreis 2014

Christof Rösch, Gemeindepräsident von Hohentannen TG

Das Dorf Hohentannen im Kanton Thurgau trotzt den Energiekonzernen und gewinnt so den Zurich Klimapreis 2014.

Wir befinden uns im Jahre 2014 n. Chr. Die ganze Schweiz wird von Energiekonzernen beherrscht. Die ganze Schweiz? Nein! Das unbeugsame Dorf Hohentannen im Thurgau leistet Widerstand wie einst Asterix und Obelix.

Die 600 «Thurgallier» haben das Projekt «GemeindePower» gestartet: Ziel ist es, unabhängig zu bleiben und alle Energie fürs Dorf selbst zu produzieren. Der Plan kommt voran: Drei Viertel der Bevölkerung heizen mit Holz aus dem Gemeindewald und ein Drittel des benötigten Stroms wird mit der Sonne erzeugt. Mit diesem Projekt haben sich die Hohentanner das Preisgeld von 60'000 Franken für den ersten Rang des Zurich Klimapreis 2014 redlich verdient.

Lastwagen und Hausbesuche

Zweiter Sieger ist der Elektro-Lastwagen von E-Force – der 18-Tönner ist schon für Coop und Feldschlösschen im Einsatz. Auf Platz drei schafft es die junge Firma Batte.re – mit Batterien, die Hausbesuche machen, wie die Preisverleiherin, die Zurich-Versicherung (Schweiz) am Donnerstag mitteilte.

Joachim Masur, CEO Zurich Schweiz, sagt: «Die Schweiz steckt voller guter Ideen. Ich bin von der Vielfalt und der Qualität der Projekte begeistert. Hier zeigt sich in beeindruckender Weise, mit welcher Entschlossenheit die Schweizer und Liechtensteinern dem Klimawandel begegnen.»

Neuer Rekord bei der Projektanzahl

Mit den 108 eingereichten Projekten aus der ganzen Schweiz und dem Lichtenstein feiert der Klimapreis 2014 einen neuen Rekord. Seit der ersten Ausschreibung 2009 wurden insgesamt fast 400 Projekte eingereicht.

Der mit insgesamt 150'000 Franken dotierte Preis ehrt Projekte, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Jury um ETH-Professor René Schwarzenbach entscheidet unabhängig über die Preisträger.

Vergeben werden drei Hauptpreise und vier Sonderpreise. Die Gewinner wurden am 26. November 2014 in der Umwelt Arena in Spreitenbach bekannt gegeben.

Die Sonderpreise

Die vier je mit 10'000 Franken dotierten Sonderpreise gehen dieses Jahr an:

  • Bauten & Wohnen: «Zernez Energia 2020»: Die Gemeinde Zernez setzt die jüngsten Ergebnisse der Forschung in den Dienst des Klimaschutzes.
  • Produktion & Konsum: Stiftung myclimate: Das Projekt «Klimawerkstatt» ermöglicht Lernenden, ihre Ideen zum Klimaschutz selbst zu verwirklichen.
  • Transport & Mobilität: Bikesharing velospot: Neu kann man sich spontan auf den Sattel schwingen und das Leihvelo an einer beliebigen Station wieder abgeben.
  • Sonderpreis Start-up: Die junge Firma ImagineCargo bietet die clevere Alternative zu traditionellen Kurierdiensten. Mit Velo und Bahn revolutioniert sie die Paketzustellung und senkt den CO2-Ausstoss markant.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Warum Warren Buffett Gold hasst

Der Ausnahme-Investor liest den Goldanlegern die Leviten.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News