Baloise verliert ihren Deutschland-Chef

Nach einer längeren Krankheitspause war der Deutschland-Chef der Baloise Gruppe nur für kurze Zeit wieder im Amt gewesen. Er hat nun entschieden, in den Ruhestand zu treten.

Jan de Meulder (Bild) habe sich entschieden, per 30. April 2015 in den Ruhestand zu treten, teilte die Baloise am Freitag mit. Über die Wahl seiner Nachfolge werde zu gegebener Zeit informiert. Soweit das dürre Communique zum Austritt eines Mitglieds der Konzernleitung der Baloise Gruppe. 

Der Belgier de Meulder wird kommendes Jahr 60 Jahre alt – seine Ruhestand ist demnach frühzeitig. Und die Entscheidung scheint wohl erst kürzlich gereift zu sein. Denn der Deutschland-Chef war vor gut einem Jahr krankheitsbedingt ausgefallen und gemäss Firmenangaben erst nach Mitte 2014 auf seinen Posten zurückgekehrt.

Deutschland auf Vordermann gebracht

Jetzt verlässt er die Baloise für immer. In Deutschland sind die Tochtergesellschaften der Baloise mittlerweile zusammengeführt. Jetzt wird Personal abgebaut – bis 2017 bis zu 400 Stellen. Baloise Deutschland soll sich nur noch auf die Standorte Hamburg und Bad Homburg konzentrieren. Bremen und Nürnberg werden im Laufe des Jahres 2016 geschlossen. Das Sparziel beläuft sich rund 40 Millionen Euro jährlich.

De Meulder war Anfang 2013 nach Deutschland entsandt worden, um die Restrukturierungen einzuleiten und voranzutreiben. Zuvor war er Auslandschef der Gruppe gewesen. De Meulder war seit 2009 Mitglied der Konzernleitung gewesen.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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