Bâloise-Ziel bis 2012 bleibt trotz Finanzkrise intakt

Der Gewinn der Versicherung ging leicht zurück. Mit einer Solvabilitätsmarge von 209 Prozent ist die Bâloise jedoch weiterhin solide finanziert.

Während der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Prozent auf 234,6 Millionen Franken sank, konnte die Bâloise ihr Geschäftsvolumen um 3,1 Prozent auf 4,99 Milliarden Franken erhöhen. Begründet wird der Gewinnrückgang mit dem schwierigen Marktumfeld.

Diese Zahlen liegen über den Erwartungen des Marktes. Gemäss CEO Martin Strobel sei die Gesellschaft auf Kurs, bis 2012 einer der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer in Europa zu werden, kommentiert Peter Casanova von der Luzerner Kantonalban.

Dazu würden die Wachstumsinitiative «Baloise Sicherheitswelt» und Effizienzprojekte beitragen. Über den Zyklus hinweg will Baloise eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent und eine Combined Ratio von deutlich unter 100 Prozent erreichen. Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich das Management aber zurückhaltend.

Magere Rendite im Asset Management

Die Sparte Nicht-Leben trug mit einem Betrag von 229,3 Millionen Franken zum Ergebnis bei. Beachtlich ist dabei der Schaden-Kostensatz von netto 90,6 Prozent bei einem gleich bleibenden Geschäftsvolumen.

Im Bereich der Lebensversicherungen konnte die Baloise ihren Umsatz um 2,8 Prozent steigern und schreibt einen Gewinn von 54 Millionen Franken. Das Wachstum stammt hauptsächlich aus dem Geschäft mit der beruflichen Vorsorge.

Auch an den Kapitalmärkten konnte die Bâloise zulegen. Im Embedded-Value-Geschäft erzielte sie eine Rendite von 14,4 Prozent, was einem Ertrag von 282,6 Millionen Franken gleich kommt. Im Asset Management musste die Versicherung jedoch zurück buchstabieren. Die Rendite lag hier bei lediglich 1,4 Prozent.

Problemkind Deutschland

In der Betrachtung der einzelnen Länder konnte sich die Bâloise vor allem in ihrem Kerngeschäft, in der Schweiz, behaupten. Auch in Luxemburg und Belgien konnte sie zulegen. In Deutschland hingegen entwickelte sich das Geschäft eher harzig.

Grossschäden und Wertberichtigungen belasteten dort das Resultat. Auch schrumpfte das Geschäft mit Lebensversicherungen um 7,9 Prozent. Um dort wieder auf Touren zu kommen, wurde die Führung der Bâloise mit jenen des Deutschen Rings Sachversicherungs-AG und Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG unter einen Hut gebracht.

Die Bâloise-Gruppe hat derzeit 51 offene Stellen ausgeschrieben.

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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