Allianz Suisse will mit neuer App an die Spitze

Mit dem Jahresergebnisse kündet der Versicherer die Lancierung eines «Meilensteins» an. Was der Konzern sich davon verspricht.

Die Allianz Suisse Gruppe zeigte laut eigenen Angaben in einem von Volatilität geprägten Marktumfeld weiterhin Kontinuität und verzeichnete auch 2014 ein solides Geschäftsergebnis, teilte der Versicherer am Montag mit.

Die Bruttoprämieneinnahmen der Schweizer Tochter des deutschen Allianz Konzerns waren um 0,8 Prozent auf gut 3,8 Milliarden Franken angewachsen, während das operative Ergebnis um 1,6 Prozent auf 340 Millionen kletterte. Unter dem Strich resultierte ein um 4,9 Prozent auf 275 Millionen erhöhter Jahresgewinn.

Neue App in der Pipeline

Zudem kündete Alliance Suisse eine Innovation an: «Wir werden in Kürze eine Allianz Portal App lancieren, mit der wir unseren Kunden beispielsweise die Möglichkeit bieten, schnell und unkompliziert über das Smartphone Kontakt zu einem Berater aufzunehmen, einen Schaden zu melden oder die eigenen Versicherungspolicen zu verwalten», wird Allianz-Suisse-Chef Severin Moser (Bild) in der Mitteilung zitiert.

Die Schweizer Tochter des deutschen Allianz-Finanzkonzerns bezeichnete diese Lösung als «Meilenstein», der die Allianz Suisse zum diesbezüglich führenden Akteur auf dem Schweizer Versicherungsmarkt mache, hiess es weiter.

Grosse Herausforderungen

In den nächsten Monaten sieht der Versicherer indes auch grosse Herausforderungen auf die Branche zukommen. Vor allem die weiter sinkende Zinskurve bereite Probleme. «Das macht es für uns als langfristig orientierter Investor herausfordernder, eine ansprechende Rendite auf unseren Kapitalanlagen zu erzielen», so Allianz Suisse.

In diesem Umfeld stellt sich der Allversicherer deshalb auf verschiedene Szenarien ein und richtet seine Anlagestrategie nach den Prinzipien Sicherheit, Nachhaltigkeit und Diversifikation aus», wie es hiess.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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