Zurich-Übernahmepläne: Goldman Sachs ist schon im Boot

Dem Schweizer Versicherer Zurich ist es offenbar sehr ernst mit einer Kaufofferte für die britische Konkurrentin RSA. Die holte nun offenbar ihrerseits mächtige Unterstützung an Bord.

Der grösste Schweizer Versicherer versucht ganz offensichtlich, Nägel mit Köpfen zu machen. Nach der Ankündigung einer möglichen Offerte für den in einer Turnaraound-Phase steckenden britischen Sachversicherer RSA Insurance vom Dienstag schob Zurich am Mittwoch eine weitere Meldung nach.

Käme es zu einem Gebot für die britische Konkurrentin, so der Schweizer Versicherer, würde dies wohl ausschliesslich in Cash erfolgen.

Von nichts gewusst?

RSA Insurance wiederum beeilte sich am Montag festzustellen, dass sie sich derzeit in keinerlei Gesprächen mit Zurich befinde. Doch so ganz kalt lässt das Gebot aus der Schweiz die Briten nicht. Wie die Agentur «Bloomberg» nämlich am Dienstag Abend mit Bezug auf anonyme Quellen berichtete, habe RSA sich in der Sache bereits die Dienste von Goldman Sachs gesichert.

Die mächtige amerikanische Investmentbank wäre damit ein fester Player in der grössten Übernahme von Zurich in den letzten 15 Jahren.

Auch die Anleger nehmen die Absichten von Zurich ernst: Gestern sprang der Aktienkurs von RSA an der Börse zeitweise mehr als 10 Prozent in die Höhe.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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