Zurich bereitet sich auf «Schrumpfkur» vor

Cecilia Reyes

Cecilia Reyes

Beim Zurich Insurance läuft es seit einigen Monaten alles andere als rund. Im dritten Quartal brach der Gewinn ein. In der Folge nahm der damalige CEO Martin Senn den Hut. Er wird Anfang Mai durch den Generali-CEO Mario Greco ersetzt. 

Auch im Schlussquartal des vergangenen Jahres setzte sich die Negativserie fort. So wird die Kernsparte Sachversicherung (General Insurance) im vierten Quartal aufgrund unerwartet vieler Grossschäden voraussichtlich einen Betriebsverlust von 100 Millionen Dollar verzeichnen, wie auch finews.ch berichtete.

Risiken besser bepreisen oder abbauen

Nun geht der Zürcher Versicherungskonzern über die Bücher. Gelingt es nicht, bessere Prämien für die versicherten Risiken auszuhandeln, «sollten wir von gewissen Risiken Abstand nehmen», sagte Cecilia Reyes, Risikochefin bei Zurich, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur «Bloomberg»

Reyes, die ehemalige Anlagechefin des Versicherungskonzerns und seit letztem Juli Chief Risk Officer, sagte, man habe diesbezüglich bereits Schritte eingeleitet. Sie sei überzeugt, so Reyes weiter, dass Zurich mit diesen Massnahmen die gesetzten Finanzziele für das laufende Jahr erfüllen könne.

 

 

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NEWS GANZ KURZ

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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