Streichkonzert bei Zurich

Der Versicherer Zurich Insurance Group hat 2015 einen massiven Gewinneinbruch erlitten und streicht die Ziele für das laufende Jahr. Tausende Stellen sollen wegfallen.

Der Gewinn brach im Laufe des letzten Geschäftsjahres um 53 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar ein. Der operative Gewinn belief sich noch auf 2,9 Milliarden Dollar, wie Zurich am Donnerstag mitteilte. Das sind 37 Prozent weniger als 2014.

Tom de Swaan, der sein Interims-CEO-Amt an Mario Greco übergibt, wird in der Mitteilung zitiert: «Das ist ein enttäuschendes Resultat und spiegelt die Herausforderungen im Bereich General Insurance sowie die Restrukturierungskosten.»

De Swaan weiter: «Es ist unwahrscheinlich, dass die Gruppe im Jahr 2016 ihre Ziele einer Rendite von 12 bi2 14 Prozent erreichen wird.» Alle andere Ziele seien aber in Reichweite. Abgesehen von General Insurance hätten die weiteren Geschäftsaktivitäten Global Life und Farmers weitere Fortschritte erzielt und gut gearbeitet.

Greco wird seine Arbeit bei Zurich nun schon am 7. März aufnehmen und nicht wie ursprünglich kommuniziert erst im Mai.

Sparmassnahmen intensiviert

Der Gesamtumsatz der Gruppe nahm derweil um 9 Prozent auf 68 Milliarden Dollar ab. Im Nichtleben-Geschäft (General Insurance) sanken die Prämieneinnahmen um 6 Prozent auf 34 Milliarden, im Leben-Geschäft (Global Life) verringerte sich das Geschäftsvolumen um 9 Prozent auf 29 Milliarden Dollar. In beiden Sparten machte sich allerdings ein Währungseffekt bemerkbar.

Zurich habe sein Sparprogramm verschärft und werde nun darauf abzielen, das kommunizierte Sparziel von 300 Millionen Dollar im laufenden Jahr zu übertreffen. Das Ziel, bis 2018 rund 1 Milliarde Dollar einzusparen, sei in Sicht. Die Massnahmen gehen quer durch den Konzern und beträfen bis zu 8'000 Stellen, hiess es.

Austritt von drei Verwaltungsräten

Trotz der verfehlten Ziele will Zurich seinen Aktionären eine Dividende von 17 Franken pro Aktie auszahlen, gleich viel wie 2014.

Bereits am Mittwochabend hatte Zurich mitgeteilt, dass neben Don Nicolaisen und Thomas Escher nun auch Rafael del Pino nicht zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat antritt. Zur Wahl vorgeschlagen sind die neuen Kandidaten Jeffrey Hayman und David Nish.

 

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