Swiss Re zeigt sich in guter Form

Swiss Re erzielte 2015 einen Reingewinn in der Höhe von 4,6 Milliarden Dollar. Damit übersteigt der Gewinn die 3,5 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr, wie der Rückversicherer am Dienstag mitteilte.

Allerdings gilt zu bedenken, dass 2014 ergebnisbelastende Sonderfaktoren in der Life&Health-Sparte zu einem Verlust von 462 Millionen Dollar geführt hatten. Im vergangenen Jahr kehrte die Lebensparte mit 939 Millionen Dollar in die Gewinnzone zurück. Konzernchef Michel Liès tritt Mitte Jahr in den Ruhestand. 

Schaden-Kosten-Satz gestiegen

Das Marktumfeld in der Hauptsparte Sachrückversicherung (P&C Reinsurance) war im Berichtsjahr erneut von einer eher geringen Schadenlast aus Naturkatastrophen geprägt. Der P&C-Spartengewinn belief sich auf 2,98 Milliarden Dollar (Vorjahr 3,56 Milliarden).  Der Schaden-Kosten-Satz hat sich wegen der Kosten für Explosionen am Hafen in der chinesischen Stadt Tianjin um 2,3 Prozentpunkte auf 86 Prozent verschlechtert.

Die Swiss Re nahm auf Gruppenebene Prämien im Umfang von 30,2 Milliarden Dollar ein, nach zuvor 31,3 Milliarden Dollar aus. Der Rückgang ist laut Mitteilung auch ungünstigen Wechselkurseffekten geschuldet. Währungsbereinigt wäre das Volumen um 4 Prozent gewachsen. In der Bilanz nahm das Eigenkapital auf 32,4 Milliarden Dollar von 34,8 Milliarden Dollar ab und die Eigenkapitalrendite wird mit 13,7 Prozent ausgewiesen.

Keine Sonderdividende

Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat an der kommenden Generalversammlung die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende im Umfang von 4,60 Franken je Aktie vor – 35 Rappen mehr als im Vorjahr. Auf eine Sonderdividende verzichtet der Versicherungskonzern diesmal.

Stattdessen kauft Swiss Re eigene Aktien zur Gewinnverdichtung zurück. Im November lancierte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1 Milliarden Franken, das Anfang März auslaufen wird. An der Generalversammlung werde nun den Aktionären ein weiterer Aktienrückkauf wiederum im Umfang von 1 Milliarden Franken vorgeschlagen.

Finanzziele bestätigt

An den ab 2016 geltenden Finanzzielen hält die Swiss Re fest. Auf Gruppenebene wird über den Versicherungszyklus eine Eigenkapitalrendite angestrebt, welche die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um mindestens 700 Basispunkte übersteigt.

Nach Bereichen werden in der Einheit P&C Re und Corporate Solutions Renditen zwischen 10 und 15 Prozent erwartet. Im Life&Health-Teil soll die Rendite zwischen 10 und 12 Prozent zu liegen kommen und bei Life Capital in einer Bandbreite 6 und 8 Prozent.

Christian Mumenthaler wird neuer CEO

An der operativen Spitze der Gruppe kommt es per 1. Juli 2016 zu einem Wechsel. Auf diesen Zeitpunkt übernimmt Christian Mumenthaler, bisheriger CEO Reinsurance, die Konzernleitung vom amtierenden CEO Michel Liès, der in den Ruhestand treten wird.

(folgt mehr

 

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NEWS GANZ KURZ

Thurgauer Kantonalbank

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat das US-Steuerprogramm abgeschlossen, ohne eine Zahlung leisten zu müssen. Die TKB war in der Kategorie 3 des Programms. Sie hat nun vom amerikanischen Justizdepartement (DoJ) einen Non-Target Letter erhalten, womit das Programm abgeschlossen ist.

Walliser Kantonalbank

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 sowohl ein leicht höheres operatives Ergebnis als auch etwas mehr Gewinn verzeichnet. Im wichtigen Zinsen-Geschäft stieg der Bruttoerfolg um 1,8 Prozent auf rund 80 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr erwartet die Kantonalbank weiterhin einen Gewinn auf der Höhe des Vorjahres.

VP Bank

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das «A–»-Rating für die VP Bank bestätigt und erhöht den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Damit würden die operativen Fortschritte der VP Bank und die Bewirtschaftung der Risiken sowie die starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank berücksichtigt, hiess es.

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

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