Swiss Life erringt Sieg vor Verwaltungsgericht

Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse (Bild: Manor)

Der Lebensversicherer darf sein Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse umnutzen. Der Heimatschutz unterlag vor Gericht. Zwischen der Mieterin Manor und Swiss Life ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.

Das 100-jährige Gebäude an der Bahnhofstrasse 75-79 muss kein Warenhaus bleiben. Dies hat das Zürcher Verwaltungsgericht entschieden. Es hat eine entsprechende Beschwerde des Zürcher Heimatschutzes (ZVH) abgelehnt, welcher das Gebäude unter Schutz stellen wollte. Dies berichtete die Nachrichtenagentur «AWP» am Freitag.

Das Zürcher Verwaltungsgericht folgte mit seinem Entscheid dem Urteil des Baurekursgerichts. Dieses hatte bereits im Mai 2015 gegen die Anliegen des ZVH entschieden und den Rekurs abgelehnt. Daraufhin reichte der ZVH beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein.

Büroräume anstatt Läden

Für das Gericht wären verbindliche Vorgaben zur Nutzung einer Liegenschaft zudem ein «schwerer Eingriff in die Eigentumsrechte des Grundeigentümers», wie es weiter hiess. Sie könnten dazu führen, dass eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung der Immobilie beeinträchtigt oder langfristig gar verunmöglicht würde.

Die Eigentümerin der Liegenschaft, der Versicherungskonzern Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen: Die Verkaufsflächen vom 1. Unter- bis ins 1. Obergeschoss sollen zukünftig von einzelnen Boutique-Ladengeschäften und die darüber liegenden Geschosse als private Büroräume genutzt werden.

Weiterzug des Urteils in Prüfung

Damit wäre das Ende für das Warenhaus an der Bahnhofstrasse besiegelt, das seit 1984 von Manor betrieben wird.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob es der Zürcher Heimatschutz ans Bundesgericht weiterzieht gelangt, ist noch unklar. Man müsse das zuerst genauer prüfen, sagte Präsident Martin Killias auf Anfrage von «AWP»

Rechtsstreit um Mietvertrag noch hängig

Noch nicht entschieden ist der Rechtsstreit zwischen Manor und Swiss Life um die Konditionen des Mietvertrages – der eigentliche Grund für die Rechtsstreitigkeiten, wie auch finews.ch berichtete.

Der Fall ist derzeit am Handelsgericht hängig. Der Mietvertrag für Manor lief Ende Januar 2014 aus, er enthält jedoch eine Option auf Verlängerung bis 2019.

Warenhausmieterin Manor macht im seit mehreren Jahren laufenden Verfahren geltend, dass sie mit überhöhten Mietzinsforderungen zum Auszug gedrängt werde. Swiss Life wies darauf hin, dass sie Liegenschaften als Kapitalanlage im Interesse der Versicherten betreibe.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nacktfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Wo sich ein MBA am meisten lohnt

Hier haben MBA-Absolventen ihre Studiengebühren am schnellsten wieder verdient.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News