Josef Ackermann soll Zurich-VR werden

Der Zürich-Versicherungskonzern will den Chef der Deutschen Bank in den Verwaltungsrat holen. Die Generalversammlung ist am 30. März.

Die Zurich Financial Services (Zurich) hat heute angekündigt, der Verwaltungsrat werde der Generalversammlung vom 30. März 2010 Josef Ackermann zur Wahl in den Verwaltungsrat vorschlagen.

Wie bereits an der letztjährigen Generalversammlung bekannt gegeben, wird Philippe Pidoux aus dem Verwaltungsrat ausscheiden und sich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stellen.

Von St. Gallen via Zürich nach Frankfurt

Der 61-jährige Josef Ackermann studierte Volkswirtschaft und Sozialwissenschaften an der Universität St. Gallen und trat nach Abschluss seiner Promotion im Jahr 1977 in die Schweizerische Kreditanstalt (SKA) ein. 1990 wurde Ackermann in das Executive Board der SKA berufen und 1993 zu deren Präsidenten ernannt.

1996 trat Ackermann in den Vorstand der Deutschen Bank ein. 2002 wurde er Sprecher des Vorstands und Vorsitzender des Group Executive Committee. Am 1. Februar 2006 wurde Ackermann zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.

Nähe zur Zurich besteht bereits

Ackermann ist Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG, Deutschland, der Royal Dutch Shell plc, Niederlande, und der Belenos Clean Power Holding Ltd., Biel. Er ist Mitglied des International Advisory Council der Zurich Financial Services Group und engagiert sich zudem massgeblich bei der Initiative Finanzstandort Deutschland (Mitglied des Initiatorenkreises), dem Institute of International Finance (Vorsitzender), dem World Economic Forum (Stellv. Vorsitzender des Stiftungsrates), der St. Galler Stiftung für Internationale Studien (Präsident) und der Metropolitan Opera New York (Advisory Director).

Gastprofessor und Ehrendoktor

Seit 2007 lehrt Ackermann als Gastprofessor im Fachbereich Finance an der London School of Economics. 2008 wurde er zum Honorarprofessor der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt ernannt und in den Ehrensenat der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen berufen. Daneben ist Josef Ackermann Honorary Fellow der London Business School und trägt den Ehrendoktortitel der griechischen Demokrit-Universität Thrakien.

Josef Ackermann ist verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter.

 

 

 

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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