Zurich/CS: «Neuer, wichtiger Vertriebskanal»

Yvonne Lang Ketterer, CEO Zurich Leben Schweiz, über die Zusammenarbeit mit der Credit Suisse, neue Vertriebswege und gute Mitarbeitende.

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Frau Lang Ketterer, ist die Partnerschaft zwischen Zurich und der Credit Suisse eine Neuauflage der «Allfinanz-Idee»?

Nein. Unsere Kooperation beschränkt sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von ausgewählten Einzel-Lebensversicherungen.

Wie ist es zur Partnerschaft mit der Credit Suisse gekommen?

Die Credit Suisse suchte einen Partner auf Augenhöhe, um in der Schweiz eine Beratung anbieten zu können, die auch Risikoabdeckung und Vorsorge einschliesst. Die Zurich hat bereits in anderen Ländern, etwa in Deutschland mit der Deutschen Bank, gezeigt, dass sie derartige Kooperationen erfolgreich umsetzen kann.


«Neu ist, dass ein Branchenleader seine Beratungstätigkeit neu strukturiert»

Warum braucht eine führende Lebensversicherungsgesellschaft wie die Zurich überhaupt einen Partner in der Schweiz?

Die Kooperation mit Banken ist für uns ein wichtiger zusätzlicher Vertriebsweg. Sie ermöglicht es uns, das Potenzial in den Bereichen Altersvorsorge, Pensionierung, Risikoabsicherung sowie Erbschaftsplanung im Schweizer Markt noch besser zu erschliessen.

Warum sollten Bankkunden, wenn sie Bankgeschäfte tätigen, auch noch eine Lebensversicherung abschliessen wollen?

Die private Vorsorge wird immer wichtiger, da AHV und 2. Säule oft nicht ausreichen, den einmal erreichten Lebensstandard auch nach der Pensionierung zu halten. Neu ist, dass nun auch in der Schweiz mit der Credit Suisse ein Branchenleader seine Beratungstätigkeit neu strukturiert und auf Risikoabsicherung und Vorsorge ausweitet.


«Wir liefern Know-how bezüglich Ausbildung und Vertriebssupport»

Wie wird die neue Partnerschaft in der Praxis umgesetzt?

Den Kunden der Credit Suisse werden im Rahmen einer ganzheitlichen Vorsorgeplanung auch Versicherungslösungen angeboten. Die Credit Suisse bringt ihre Kundenbeziehungen in die Kooperation ein, wir liefern die Versicherungslösungen und unser Know-how bezüglich Ausbildung und Vertriebssupport.

Was versprechen Sie sich innert welchem Zeitraum von der Zusammenarbeit?

Die Kooperation eröffnet einen neuen, wichtigen Vertriebskanal. Ich bin überzeugt, dass wir dadurch in der Schweiz noch besser profitabel wachsen können. Es ist jedoch noch zu früh, hier Zahlen zu nennen.


«Unser Kooperationskonzept ist flexibel»

Ist dieser Schulterschluss ein Indiz dafür, dass sich das Versicherungsgeschäft immer mehr zu einem «Vorsorge-Geschäft» entwickelt?

Das ist es längst. Es ist eher ein Indiz dafür, dass nun auch in der Schweiz die Grossbanken ihre Beratungstätigkeit auf Risikoabsicherung und Vorsorge ausweiten.

Sind weitere Partner-Projekte geplant?

Wir führen mit der Credit Suisse Gespräche, wie das Angebot an Lebensversicherungen noch ausgeweitet werden kann. Und wir sind offen für weitere Vertriebspartnerschaften mit kleinen und mittelgrossen Banken. Unser Kooperationskonzept funktioniert und kann flexibel auf Partnerschaften mit anderen Banken angepasst werden.


«Unsere Bruttoprämien liegen unter dem Vorjahresniveau»

Wie hat sich das Lebensversicherungsgeschäft der Zurich Schweiz im laufenden Jahr entwickelt?

Das aktuelle Finanzmarktumfeld mit niedrigen Zinsen bleibt für die Branche eine Herausforderung. Unsere Bruttoprämien liegen unter dem Vorjahresniveau.

Wie sieht es an der Personalfront aus? Suchen Sie noch Leute?

Gute Leute suchen wir immer.


Yvonne Lang Ketterer studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich, bevor sie nach verschiedenen Berufserfahrungen 1991 zur Zurich stiess. In der Folge übernahm sie diverse Funktionen im Verkauf und Marketing. Von 2002 bis 2007 arbeitete sie für die zum Konzern gehörende Genfer Versicherung. Im Jahr 2007 wurde sie in die Geschäftsleitung der Zurich Schweiz berufen, und seit 2008 ist sie überdies CEO von Zurich Leben Schweiz. 

 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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