«Von der Klima-Gurke bis zum Kühlwasser aus dem Walensee»

Mit dem Zurich-Klimapreis prämiert die «Zürich»-Versicherung viel versprechende Projekte von Firmen und Institutionen.

Patrick_Deucher.245Für die «Zürich»-Versicherung ist der Klimawandel seit Jahren ein dominierendes Thema. Mit dem regionalen Klimapreis zeichnet Zurich Schweiz seit 2009 innovative Projekte aus, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduktion des CO2-Austosses leisten.

So etwa vor wenigen Tagen in Luzern: Patrick Deucher (Bild), Leiter Marktregion Mitte Zurich Schweiz, überreichte den mit 50'000 Franken dotierten Klimapreis Zentralschweiz an die energieregionGOMS. Prämiert wurden mit total 50'000 Franken auch die Coop Genossenschaft, die Tropenhaus Frutigen AG und die Umwelt Arena der W. Schmid AG.


Herr Deucher, ein Versicherer und der Klimawandel – wie passt das zusammen?

Der Klimawandel lässt das ewige Eis schmelzen. Dieser Trend bereitet auch einem Versicherer Sorgen. Weltweit summieren sich die wetterbedingten Schäden auf rund 100 Milliarden Dollar. Ein Drittel davon ist laut Schätzungen auf den Klimawandel zurückzuführen. Die Zunahme der Naturgefahren erfordert Anpassungsstrategien. Hier stehen wir als Versicherer in der Verantwortung. Etwa wenn es darum geht, Kunden bei der Bewältigung klimabezogener Risiken zu beraten und zu unterstützen.


Anstoss zur Eigeninitiative

Wie ist daraus der Zurich-Klimapreis entstanden?

Viele Kunden wollen mehr über das komplexe Thema Klimaschutz erfahren – ja selbst aktiv einen Beitrag leisten. Wir haben mit Zurich Risk Management Dialogue eine Plattform lanciert, um ihnen den Austausch mit anerkannten Experten zu ermöglichen. Dies gibt ihnen Mut, selbst etwas zu tun. In diesem Rahmen nutzen wir mit dem Zurich-Klimapreis die Gelegenheit, innovative Projekte in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Welche Projekte stehen im Fokus?

Gefragt sind Projekte, Vorhaben oder Ideen, die zur Senkung des CO2-Ausstosses oder zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen oder eine entsprechende Verhaltensänderung bewirken.

Wer kann teilnehmen?

Ganz gleich ob KMU, Grossunternehmen, Städte, Gemeinden oder Stiftungen – Hauptsache, im Mittelpunkt des Projekts steht der innovative Einsatz von (neuen) Technologien, ein klimafreundliches Mobilitätsverhalten oder zum Beispiel eine klimaorientierte Unternehmensstrategie.


Grosses Echo

Wie reagieren Kunden und Öffentlichkeit auf den Klimapreis?

Das Interesse ist sehr gross. Es ist fantastisch, mitzuerleben, wie viele Pioniere, Ingenieure, Unternehmer und öffentliche Institutionen sich in der Schweiz intensiv mit dem Thema beschäftigen. Mit enorm viel Innovationsgeist setzen sie die unterschiedlichsten Projekte um.

Spannende Beispiele?

Etwa das von den Gebrüdern Meier betriebene und von der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo) beheizte Gewächshaus in Hinwil. Hier wächst die schweizweit erste «Klimagurke». Anstatt mit fossilen Brennstoffen wird das riesige Gewächshaus ausschliesslich mit der Abwärme der Kezo beheizt. Oder das Tropenhaus Frutigen: Es nutzt das warme Abwasser aus dem Lötschberg-Basistunnel für die nachhaltige Zucht von Wärme liebenden Fischen. Oder auch das von der DeepGreen Datacenter AG geplante Rechenzentrum: Die 210’000 Server werden mit Tiefenwasser des Walensees gekühlt, wodurch die notwendige Kühlenergie nicht wie bisher aufwendig produziert werden muss.

Wo wurde der Preis ausser der Zentralschweiz vergeben?

Bisher im Zürcher Oberland, im Fürstentum Liechtenstein sowie in der Region Ostschweiz. Im Herbst folgt die Vergabe des Klimapreises für die Region Romandie.


Ideale Diskussions-Plattform


Was bringt der Klimapreis der Zurich?

In erster Linie gibt uns der Zurich-Klimapreis eine Plattform, um mit der Öffentlichkeit über das wohl wichtigste Thema der Gegenwart zu diskutieren: den Klimawandel. Denn ob es uns gefällt oder nicht – von einem namhaften Versicherer wie der Zurich wird erwartet, dass wir uns aktiv am Diskurs beteiligen und Position beziehen. Entsprechend hat die Zurich-Gruppe 2008 eine globale Klima-Initiative lanciert mit dem Ziel, die eigenen CO2-Emissionen bis 2013 weltweit um 10 Prozent zu reduzieren. Und: Der Zurich-Klimapreis gibt uns die Sicherheit, dass die Rückerstattungsgelder aus den CO2-Abgaben sinnvoll und zweckgebunden reinvestiert werden.

Wie nimmt sich Zurich beim Thema Klimawandel selbst in die Pflicht?

Als Versicherer bringen wir neue und angepasste Lösungen auf den Markt, um die Risiken unserer Kunden abzudecken. Als Arbeitgeberin fördern wir unserer Mitarbeiter, nachhaltig zu handeln. Bei den Immobilien unterstützt Zurich erneuerbare Energie sowie nachhaltige Bauweisen und Materialien. Auch bei den Zulieferern verkleinern wir laufend den CO2-Fussabdruck.



Informationen und Teilnahmebedingungen: www.zurich.ch/dialog

 

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Syz Asset Management

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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