Allianz Suisse wächst weiter

Allianz Suisse steigerte im ersten Halbjahr den Marktanteil und Gewinn und erwartet ein schwierigeres zweites Semester. 

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das Prämienvolumen der Allianz Suisse Gruppe im ersten Semester um 2,6 Prozent auf 2'897 Millionen Franken. Das operative Ergebnis legte um 17,7 Prozent auf 174,8 Millionen Franken zu, meldet der Schweizer Ableger des deutschen Versicherungskonzerns heute per Communiqué

Im Leben-Geschäft stieg das Prämienvolumen von 1'477 Millionen Franken im Vorjahr auf 1'553 Millionen, was einem Plus von 5,1 Prozent entspricht.

Das Einzellebengeschäft (+3,5 Prozent) profitierte dabei vor allem von einer Steigerung des Verkaufs von Einmalanlageprodukten in der traditionellen, gemischten Lebensversicherung.

Gesuchte Vollversicherung für die Altersvorsorge

Im Kollektivlebengeschäft konnte das Prämienvolumen um 5,4 Prozent auf rund 1'341 Millionen Franken gesteigert werden (Vorjahr: 1'272 Mio.). Die Nachfrage nach dem Vollversicherungsmodell in der beruflichen Vorsorge sei angesichts der Unterdeckung zahlreicher Pensionskassen nach wie vor hoch, erklärt Allianz Suisse.

Die Kosten im Lebengeschäft sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8,1 Prozent auf 72,6 Millionen Franken. Die Kostenquote reduzierte sich dementsprechend auf 4,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent).

Das Kapitalanlageergebnis im Lebengeschäft erreichte in den ersten sechs Monaten 197,9 Millionen Franken gegenüber 209,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang erklärt sich vor allem aus der Abwertung des Euro.

Das operative Ergebnis der Allianz Suisse Leben lag mit 46,5 Millionen Franken auf Vorjahresniveau (46,2 Mio.). Das gleiche Bild zeigt sich beim Halbjahresgewinn, der mit 36,8 Mio. Franken den Vorjahreswert erreichte.

Nicht-Leben: Halbjahresgewinn gesteigert

Das Sachversicherungsgeschäft der Allianz Suisse profitierte in den ersten sechs Monaten vor allem von einem sehr günstigen Schadenverlauf, während das Prämienvolumen mit 1'307 Millionen Franken (Vorjahr:1'311 Millionen Franken) stabil gehalten werden konnte.

Da die Allianz Suisse von Januar bis Juni weitestgehend von Grossschäden und Naturkatastrophen verschont blieb und auch der Basisschadenaufwand in der Motorfahrzeugversicherung rückläufig war, sank die Schadenquote von 75,0 Prozent auf 69,8 Prozent.

Die Kosten im Nichtlebengeschäft stiegen aufgrund einer Zunahme des Neugeschäfts sowie verstärkten Akquisitionsaktivitäten von 182,6 auf 183,2 Millionen Franken. Der Kostensatz lag bei 21,3 Prozent. Insgesamt ging die Schaden-Kostenquote um fünf Prozentpunkte auf 91,1 Prozent zurück. 

Allerdings dürfte die Schadenbelastung im zweiten Halbjahr deutlich ansteigen, denn die Unwetter der vergangenen Wochen mit Hagelzügen und Überschwemmungen in der ganzen Schweiz verursachten bei der Allianz Suisse eine Nettoschadenbelastung von voraussichtlich 49 Millionen Franken.

Das Kapitalanlageergebnis im Nichtlebengeschäft erreichte aufgrund hoher Realisierungsgewinne bei Aktien 76,2 Millionen Franken (Vorjahr: 70,5 Millionen). 

Die Allianz Suisse erzielte im Sachversicherungsbereich im ersten Halbjahr 2011 ein operatives Ergebnis von 121,2 Millionen Franken – ein Plus von 47,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Halbjahresgewinn konnte um 58,1 Prozent von 66,8 auf 105,6 Millionen Franken gesteigert werden.

«Wir haben im ersten Halbjahr unter Beweis gestellt, dass wir kontinuierlich wachsen», kommentiert Manfred Knof, CEO der Allianz Suisse, das Ergebnis.

Das erste Semester sei bei der Allianz Suisse von einem günstigen Schadenverlauf geprägt gewesen. Neben der erwarteten Verschlechterung bei der Schadenquote dürften aber im zweiten Halbjahr auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit volatilen Finanzmärkten, niedrigen Zinsen und dem starken Frankenkurs laut Knof Einfluss auf das Geschäft haben.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
mehr

SELECTION

Selection

Grauenvolle Arbeitstage eines Investmentbankers

Die erschreckende Chronik eines 24-Stunden-Tages.

Selection

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

weitere News