Swiss Re: Steht der neue Chef bereits fest?

In der Branche geht man davon aus, dass der Nachfolger für den abtretenden Swiss-Re-Konzernchef Stefan Lippe bereits in den Startlöchern steckt.

mumenthaler_72Obwohl die Swiss Re die Suche nach einem Nachfolger von Stefan Lippe erst eingeleitet hat, steht der Kronfavorit bereits fest. Es ist Christian Mumenthaler (Bild), der seit 1. Oktober 2011 die Funktion eines Chief Executive Officer Reinsurance hat.

In dieser Position verantwortet er das Rückversicherungsgeschäft, das rund 80 Prozent der Geschäftsaktivitäten des Konzerns ausmacht.

Prädestiniert für diese Aufgabe

In einem nächsten Schritt dürfte die Swiss Re den Bereich Admin Re & Corporate Solutions abspalten und auf die eigentlichen Aktivitäten im Rückversicherungsbereich fokussieren, wie Fabio Croce, Versicherungsanalyst bei Kepler Capital Markets, vermutet. Für diese Aufgabe ist Mumenthaler prädestiniert, wie es in der Branche heisst.

Vielseitiger Track-Record

Der 42-jährige Schweizer Christian Mumenthaler war seit dem 1. Januar 2011 Chief Marketing Officer Reinsurance und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Re AG.

Vorher diente er als Leiter der Division Life & Health und war Mitglied des Group Management Board. Von Januar 2005 bis Ende 2007 wirkte er als Chief Risk Officer der Swiss Re Gruppe.

Nach 2002 baute er eine neue Geschäftseinheit auf (Group Retro and Syndication), welche die Aufgabe hatte, die Risiko- und Kapitalbasis der Gruppe durch Retrozessionen und Verbriefungen zu optimieren.

Anfänge bei der Boston Consulting Group

Als Leiter dieser Geschäftseinheit war Mumenthaler verantwortlich für eine Reihe innovativer Kapitalmarkttransaktionen, unter anderem für die erste Verbriefung von Sterblichkeitsrisiken. Zwischen 1999 und 2002 hat Christian Mumenthaler mehrere Schlüsselprojekte für Swiss Re geleitet.

Christian Mumenthaler begann seine berufliche Laufbahn 1997 als Associate bei der Boston Consulting Group.

Er ist Mitglied des Stiftungsrates des International Risk Governance Council (IRGC) und des Verwaltungsrates von The Sustainability Forum Zurich (TSF).

Mumenthaler promovierte am Institut für Molekularbiologie und Biophysik der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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