Swiss Re verdreifacht Gewinn

Obschon das letzte Jahr für den Rückversicherer ganz im Zeichen der Naturkatastrophen stand, übertrifft Swiss Re die Reingewinn-Erwartungen der Analysten.

Mit einem Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar übertrifft die Swiss Re den AWP-Konsens, der einen Reingewinn von 1,8 Milliarden Dollar erwartet hatte.

Die Naturkatastrophen und tiefere Erträge auf Kapitalanlagen drückten sich massiv auf das operative Property & Casualty-Ergebnis aus. Im Jahr 2011 halbierte es sich gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 Milliarden Dollar. Für einen Ausgleich sorgte eine Auflösung von Rückstellungen in der Höhe von rund 1,3 Milliarden Dollar.

Volatile Märkte und Einmalkosten

Der Schaden-Kosten-Satz stieg 2011 auf 101,6 Prozent, verglichen mit 93,9 Prozent im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung überdurchschnittlicher Naturkatastrophen und der Auflösung von Rückstellungen läge der Schaden-Kosten-Satz bei einem Wert von 92,9 Prozent.

Auch im Bereich Life & Health ist das operative Ergebnis aufgrund volatilen Märkten und Einmalkosten bei Admin Re von 810 Milliarden Dollar auf 464 Milliarden Dollar um die Hälfte geschrumpft.

Verbesserte Performance im Portefeuille

Hingegen stieg die Performance des Asset-Management-Portefeuilles deutlich. Der neue Group-CEO Michel M. Liès bezeichnet das Ergebnis von 5,0 Milliarden Dollar gegenüber 4,5 Milliarden Dollar im Vorjahr als «ausgezeichnet». Die Anlagerendite verbesserte sich von 3,5 Prozent im Vorjahr auf 5,1 Prozent.

Die Eigenkapitalrendite erreichte 9,6 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,6 Prozent. Das Ergebnis 2010 war allerdings durch die vorzeitige Ablösung der an Berkshire Hathaway ausgegebenen nachrangigen Wandelanleihe belastet gewesen. 

«Sonderdividende denkbar»

Das Ergebnis je Aktie stieg auf  6.79 Franken gegenüber 2.64 Franken im Jahr 2010. Die Dividende erhöht sich auf 3.00 Franken pro Aktie (Vorjahr 2.75 Franken).

Darüber hinaus stellt der Rückversicherer seinen Aktionären eine Sonderdividende in Aussicht. Swiss Re will für 2012 und Folgejahre eine Sonderdividende bezahlen, «sollte es nicht möglich sein, Kapital zu günstigen Konditionen vollständig zu investieren».

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

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Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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