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Steigt der Aktienkurs von Prada bald wieder?

Luxuskleider und schicke Accessoires zu haben, ist für viele Menschen wichtig. Noch wertvoller war es zumindest bis vor kurzem, eine Aktie aus der Luxusgüterbranche zu besitzen. Inzwischen trifft das nicht mehr zu. Prada ist ein gutes Beispiel dafür.

Von Laurent Bakhtiari, Marktanalyst bei der IG Bank

Bis 2013 lobten die Finanzanalysten vieler Banken die Aktien von Prada. Der Titel verzeichnet ein starkes Aufwärtspotenzial. Seit 2014 zeigt der Trend jedoch (stark) nach unten. Der Gewinn des Unternehmens sank zuletzt um fast 30 Prozent auf 451 Millionen Euro, und die Verkäufe der hochmargigen Lederwaren, die fast 60 Prozent des Umsatzes repräsentieren, fielen um 5 Prozent.

Deshalb empfiehlt heute kaum mehr ein Analyst den Kauf dieser Aktien. Was also hat sich geändert?

Stagnation seit einem Jahr

Prada ging 2011 an der «Hong Kong Stock Exchange» (und nicht in Italien) an die Börse, was wahrscheinlich auf steuerliche Gründe zurückzuführen ist. Die Investoren bekundeten damals bis Ende 2013 grosses Interesse am Unternehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Nachfrage aus Asien für Luxusprodukte tatsächlich stark.

Seit einem Jahr stagniert die Nachfrage jedoch. Dies belegt unter anderem auch eine Studie des Beratungsunternehmens Bain & Company von 2015. Darin heisst es der Nachfragerückgang sei einerseits auf die Wirtschaftskrise, andererseits auf die Entstehung neuer Marken und der verändernten chinesischen Konsumgewohnheiten zurückzuführen.

Unterschiedliches Schicksal

Für das Unternehmen Prada, das 36 Prozent seines Umsatzes in Asien generiert, ist das ein herber Rückschlag. Und dies zeigt sich im Aktienkurs – dieser ist seit August 2013 um fast 43 Prozent eingebrochen.

Das Schicksal der Konkurrenten fällt unterschiedlich aus: Der Aktienkurs von Tod's stürzte gleichermassen ab; derjenige von Hermès und Burberry blieb in den Jahren 2013 und 2014 stabil. Seit 2015 steigen die Papiere von Hermès und Burberry allerdings wieder deutlich. Die Aktien von Salvatore Ferragamo erlitten den gleichen Rückgang wie Prada, steigen jedoch seit Januar auch wieder und haben gar das Potenzial, ein Allzeithoch zu erreichen.

Vielversprechende Aussichten

Trotz Misere an der Börse sieht die Zukunft von Prada durchaus vielversprechend aus: Noch während der diesjährigen Investorenkonferenz hat das Management seine Pläne für 2015 offen gelegt. Sie dünken schlüssig und erreichbar: Das Unternehmen zielt in der zweiten Jahreshälfte 2015 auf «like-for-like»-Verkäufe ab (das heisst angepasst auf neue Geschäfte oder Aktivitäten), um dieses Jahr keinen weiteren Verlust zu erleiden.

Die Geschwindigkeit der Produktlancierungen (Time to Market) wird dabei entscheidend sein und einen positiven Einfluss auf die Handelskette haben. Darüberhinaus wird Prada dieses Jahr neue Filialen eröffnen; allerdings weniger als 2014. All diese Änderungen dürften sich für Prada positiv auswirken und für attraktive Margen sorgen.

Das das alles?

Die Änderungen stellen für Prada viele Herausforderungen dar. Die Gruppe ist jedoch solide, hat Erfahrung und sollte 2015 ihre Ziele erreichen können. Aber reicht dies, um die Finanzmärkte zu befriedigen?

Wir glauben weiterhin, dass der Aktienkurs voraussichtlich auf diesem Niveau bleiben wird oder bis 55 Hongkong-Dollar nach Veröffentlichung der Zahlen von 2015 steigen wird.

MARKTANALYSEN - AUTOREN

Andreas Ruhlmann

Andreas Ruhlmann sammelte nach seinem Finanzstudium in Kanada zunächst berufliche Erfahrung bei der Saxo Bank und der National Bank of Canada, bevor er 2014 zur IG Bank wechselte. In der Schweiz verstärkt er nun mit seiner Expertise, speziell in den Forex- und Aktienmärkten, das Team für die Kundenbetreuung. Zusätzlich verfasst er Marktkommentare sowie makroökonomische Einschätzungen und bietet Ausbildungsseminare rund um die Themen Handel, technische Analyse und Handelspsychologie an. Twitter @ARuhlmann_IG


Laurent Bakhtiari

Laurent Bakhtiari verfügt über einen Masterabschluss in Finanzen von Audencia Nantes und einen Masterabschluss in quantitativer Mathematik des Imperial College London. In den vergangenen acht Jahren arbeitete er in den Handelsräumen von Merrill Lynch und der Credit Suisse. Von April 2014 bis Juli 2016 war er bei der IG Bank als Marktexperte und Premium Client Manager tätig.

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