Kames Capital will keine Star-Kultur

Der schottische Asset Manager Kames Capital hat seit Jahren einen engen Bezug zur Schweiz. Darum schliesst er mittelfristig eine Filiale in Zürich nicht aus, wie Stephen Jones erklärt.

Kames Capital ist kein sehr bekannter Markenname im Asset-Management-Geschäft. Dabei verwaltet das in Edinburgh ansässige Unternehmen rund 70 Milliarden Euro und beschäftigt an die 300 Leute. 

Und der schottische Asset Manager will weiter aufstocken: «Bis Ende Jahr werden wir gegen 340 Personen beschäftigen», sagt Anlagechef Stephen Jones (Bild) im Gespräch mit finews.ch. Dabei soll vor allem der Fondsvertrieb substanziell ausgebaut werden. 

Schweizer Engagement

Der zum holländischen Aegon-Konzern gehörende Vermögensverwalter Kames Capital vertreibt derzeit seine Fonds in 13 Ländern. In der Schweiz sind die Schotten seit acht Jahren aktiv – am längsten in ganz Kontinentaleuropa. Die Kunden werden primär von Teams in London und Edinburgh betreut, die regelmässig in die Schweiz reisen.

Je nachdem wie stark Kames Capital noch wachsen wird und die Betreuung der Kunden eine geografische Nähe erfordern sollte, könnte eine Niederlassung in Zürich durchaus Realität werden, wie Jones durchblicken lässt. Einen weiteren wichtigen Bezug zur Schweiz hat Kames Capital unlängst auch mit dem Engagement der Schweizerin Felicita Fiala hergestellt. Sie war vorher bei der UBS tätig gewesen, wie finews.ch berichtete.

Lange Verweildauer

Stephen Jones ist seit März 2013 Anlagechef bei Kames Capital, aber insgesamt schon 13 Jahre für Kames Capital tätig. Dies unterstreicht die generell lange Verweildauer der Mitarbeiter bei dem schottischen Asset Manager. «Im Schnitt sind es neun Jahre», sagt Jones, der diesen Umstand darauf zurückführt, dass es bei Kames Capital keine «Star-Kultur» gebe. Im Vordergrund stehe Teamwork.

Kames Capital zählt in der Finanzwelt zu den mittelgrossen Vermögensverwaltern und somit zu einer Kategorie, die dem Kostendruck und der Konsolidierung enorm ausgesetzt ist.

Ausgedehntes Vertriebsnetz

Jones sagt dazu allerdings: «Wir fühlen uns wohl in der Mitte. Dank unserer überblickbaren Grösse können wir im Gegensatz zu den Big Players eine individuelle Kundenberatung garantieren.» Darüber hinaus habe Kames – im Gegensatz zu vielen Nischen-Anbietern – ein ausgedehntes Vertriebsnetz.

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