Zurich: Schweizer unterschätzen Lohn-Einbussen

(Bild: Shutterstock)

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Rund 40 Prozent der Personen in der Schweiz haben schon einmal wegen Krankheit oder Unfall einen Teil ihres Einkommens verloren. Bei jeder fünften Person dauert die Einbusse ein Jahr oder sogar länger.

Viele Menschen in der Schweiz sind schlecht gerüstet für eine Einbusse beim Einkommen wegen Krankheit oder Unfall. Jede vierte Person verfügt nicht über genügend Ersparnisse, um während eines einzigen Monats einen Ausfall des Einkommens auszugleichen.

Ein weiteres Viertel der Bevölkerung hat lediglich so viel Geld auf der Seite, um während ein bis drei Monaten einen Ausfall decken zu können. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage der Zurich Insurance Group in elf Ländern in Zusammenarbeit mit der University of Oxford. In der Schweiz wurden 1’000 Personen zwischen 25 und 60 Jahren befragt.

Dauerhafter Verzicht

Doch die Wahrscheinlichkeit wegen Krankheit oder Unfall auszufallen ist beträchtlich. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, bereits einmal das Einkommen ganz oder teilweise eingebüsst zu haben. Bei jedem fünften der Betroffenen dauerte der Ausfall ein Jahr oder länger.

Exakt 4 Prozent der Betroffenen mussten dauerhaft auf einen Teil des früheren Einkommens verzichten, weil sie erwerbsunfähig wurden. Tatsächlich reduzieren viele Firmen das Einkommen, wenn Mitarbeitende länger als drei Wochen nicht arbeiten.

Hat eine Firma keine Krankentaggeld-Versicherung abgeschlossen, verlieren kranke Mitarbeitende nach Ablauf der gesetzlichen Lohnfortzahlung das gesamte Einkommen, bis die Invalidenversicherung (IV) nach langen Abklärungen eine Rente spricht.

Viel mehr Kranke als Verunfallte

Neben der Höhe der Ersparnisse ist entscheidend, ob jemand wegen Krankheit oder Unfall ausfällt. Erkrankt eine Person längerfristig und wird dadurch erwerbsunfähig, kann sie von der IV und der zweiten Säule oft nur eine Rente in der Höhe von 60 Prozent des früheren Einkommens erwarten. Nach einem Unfall mit dauerhafter Erwerbsunfähigkeit liegt die Rente mit rund 90 Prozent deutlich höher.

Unter den erwerbsunfähigen Menschen in der Schweiz beträgt der Anteil der Verunfallten rund 10 Prozent, jener der Kranken rund 90 Prozent. Viele Personen müssen also mit tiefen Renten auskommen.

Zusätzliches Einkommen sichern

Obwohl eine Einkommenseinbusse wegen Krankheit hoch ist, sind in der Schweiz nur wenig Menschen spezifisch gegen Erwerbunsunfähigkeit versichert. Während jede dritte Person über eine Todesfall-Versicherung verfügt, verfügt nur jeder vierte über eine spezifische Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit.

Mit einer Erwerbsunfähigkeits-Versicherung kann man ein zusätzliches Einkommen sichern für den Fall, dass man durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall erwerbsunfähig wird.

Junge Berufstätige besonders betroffen

Das ist nicht nur für berufstätige Eltern interessant, welche den Lebensstandard ihrer Familie sichern wollen. Junge Berufstätige und Studenten sind von den finanziellen Folgen einer Erwerbsunfähigkeit besonders betroffen, da sie nur niedrige Invaliditätsleistungen aus der ersten und zweiten Säule erhalten.

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