Allfunds: Das erfahrenste Team im Schweizer Fondsplattform-Geschäft

Stig Harby, General Manager, Allfunds International Schweiz

Stig Harby, General Manager, Allfunds International Schweiz

Allfunds hat sich in Europa als grösste und ausgesprochen kundenfreundliche Fondsvertriebs-Plattform etabliert. Auch in der Schweiz hat das Unternehmen Erfolg.

Ein Gespräch mit Stig Harby, General Manager, und Matthias Ritz, Head Sales, Allfunds International Schweiz


Herr Harby, Allfunds erzielte im vergangenen Jahr ein markantes Wachstum und hat gemäss einer jährlichen Umfrage von The Platforum die Position als grösste europäische Fondsvertriebsplattform markant ausgebaut.

Stig Harby: In der Tat erleben wir zurzeit ein markantes Wachstum. Im vergangenen Jahr wuchs die Zahl der institutionellen Anleger, welche über unsere Plattform Fonds nachfragen von 450 auf 495.

Das Volumen der verwahrten Vermögen nahm um 46 Prozent auf 215 Milliarden Euro zu, womit wir als grösste Fondsvertriebsplattform Europas gelten. Die Zahl der angeschlossenen Fondsmanager ist um mehr als 90 auf fast 500 angestiegen, und die Zahl der über uns angebotenen Fonds stieg um 8‘000 auf 46‘000.

Ist Grösse entscheidend in Ihrem Geschäft?

Zumindest sehr wichtig, da das kapital- und ressourcenintensive Infrastrukturgeschäft unseren Kern bildet. Aber mit Grösse allein ist es nicht getan.

«Allfunds ist eine Business-to-Business-Plattform und richtet sich also an Geschäftskunden»

Bei der Platforum-Umfrage wurde die Allfunds Bank auch als qualitativ beste Fondsplattform Europas ausgezeichnet, und liegt bezüglich künftigem Vertriebspotential, ‹Value for Money› sowie Informationsangebot an erster Stelle.

Herr Ritz, wie lässt sich das Kerngeschäft von Allfunds kurz und bündig beschreiben?

Matthias Ritz (Bild unten): Allfunds ist eine Business-to-Business-Plattform, richtet sich also ausschliesslich an Geschäfts- und nicht an Privatkunden. Wir schaffen für Versicherungen und Banken einen effizienten Zugang zum internationalen Fondsuniversum und unterstützen diese mit umfassenden Dienstleistungen beim Einsatz von Drittfonds in ihren Anlageprodukten.

Mathias Ritz 502

Allfunds konzentriert sich auf dieses Geschäftsfeld. Unsere IT-Investitionen dienen uneingeschränkt der Entwicklung und stetigen Verbesserung unserer Dienstleistungspakete rund um Fonds und kommen direkt unseren Kundensegmenten Versicherungen und Banken zu Gute.

Wer ist Ihr grösster Wettbewerber?

Ritz: Allfunds ist die einzige Fondsplattform, die wirklich global tätig ist. Wir treffen selten den gleichen Konkurrenten in mehreren Märkten an. Wir messen uns mit den jeweiligen lokalen Champions. Zudem kennen wir keinen direkten Wettbewerber, der ein ähnlich integriertes Dienstleistungspaket aus einer Hand anbieten kann wie wir. Dies macht uns einzigartig im Fondsplattform-Geschäft.

Allfunds ist eine Tochtergesellschaft der spanischen Banco Santander sowie der italienischen Bank Intesa Sanpaolo. Bilden die südeuropäischen Märkte das Standbein von Allfunds?

Harby: Diese Märkte sind nach wie vor bedeutend. Unser geografischer Schwerpunkt verschiebt sich aber nach Zentral- und Nordeuropa. Dort haben sich unsere verwahrten Vermögen im letzten Jahr denn auch mehr als verdoppelt.

«Der Schweizer Fondsvertriebsmarkt wird tatsächlich hart umkämpft»

Neben dem Hauptsitz in Madrid verfügen wir in Europa über eine lokale Präsenz in London, Luxemburg, Mailand und Zürich.

Und mittlerweile auch ausserhalb Europas...

Ja, internationale Expansion ist zentral für Allfunds, und es wird bei uns strategisch auf eine möglichst grosse geographische Diversifizierung unserer Kundenbasis hingearbeitet. Die Kundenbetreuung durch Spezialisten vor Ort, die vertraut sind mit den lokalen Gegebenheiten, ist Teil dieser Strategie.

Bei uns ist der Global-Lokal-Ansatz keine Marketing-Floskel. Ausserhalb Europas sind wir präsent in Dubai, Singapur, Santiago de Chile und Bogotá. Sao Paolo soll in Kürze dazukommen.

In der Schweiz ist Allfunds seit 2013 präsent. Wie kann sich Allfunds gegenüber den etablierten Schweizer Fondsplattformen behaupten?

Der Schweizer Fondsvertriebsmarkt wird hart umkämpft. Die dominierenden Plattformen sind jedoch voll integrierte Teile von grösseren Organisationen, die sich gleichzeitig im direkten Konkurrenzkampf um Endkunden im Banken- oder Versicherungsgeschäft engagieren, was notabene deren eigentliches Kerngeschäft ist.

«In Zürich haben wir das wohl erfahrenste Team im Schweizer Fondplattform-Geschäft»

Allfunds ist jedoch in keinem Geschäftsfeld tätig, das direkt oder indirekt in Konkurrenz zu den Kunden steht. Wir verzichten bewusst auf Produkte, Dienstleistungen oder Kundensegmente, die im Interessenkonflikt mit unseren Kunden stehen. Dies schätzen unsere professionellen Kunden. Zudem haben wir in Zürich das wohl erfahrenste Team im Schweizer Fondplattform-Geschäft.

Wie unterscheidet sich Allfunds von anderen Anbietern im Markt?

Ritz: Abgesehen von der oben erwähnten neutralen Positionierung: durch die Effizienz einer voll automatisierten Fonds-Handelsplattform sowie der Kompetenz eines der grössten In-House Fund Research Teams in Europa. Basis bildet unser Vollservice als zentrale Abwicklungs- und Verwahrstelle für Fonds.

Die Kunden können alle ihre Zeichnungen und Rücknahmen in Fonds voll automatisiert über nur eine Gegenpartei, Allfunds Bank, abwickeln und die Bestände bei uns lagern. Anstelle von bis zu über hundert Gegenparteien, haben unsere Kunden nur eine Gegenpartei für ihr Fondsuniversum.

«Mit 27 Investmentspezialisten sind wir eines der grössten Fund-Research-Teams in Europa»

Das vereinfacht die operativen Prozesse bei der Auftragsabwicklung, der Verwahrung sowie der Depotstellenabstimmung enorm. Und mit nur einer einzigen Vertriebsvereinbarung haben sie Zugriff auf zurzeit zirka 500 Vertriebsverträge.

Dies offerieren andere Plattformen ebenfalls...

Ja, aber Allfunds bietet ihren Kunden zusätzlich kostenlos umfangreiche und flexible Fondinformations- und Analyse-Tools, sowie White-Label-Reporting-Lösungen, welche Versicherungen und Banken direkt im Umgang mit ihren Endkunden einsetzen können.

Und mit einem Team von 27 Investmentspezialisten verfügen wir über eines der grössten Fund-Research-Teams in Europa. Die Nutzung dieser Dienstleistungen ist für unsere Kunden sehr flexibel und individuell gestaltbar.

Und wie steht es mit den Kosten?

Harby: Wir bieten nicht nur eine hoch professionelle, sondern auch eine kostengünstigere Lösung an. Das ist mitunter auch ein Grund dafür, warum wir für die Abwicklung der Fondsaufträge immer direkt mit den Fondsgesellschaften zusammenarbeiten und keine Intermediäre einschalten, welche die Servicequalität oder die Kosten beeinträchtigen könnten.

Zudem legt Allfunds als einer der wenigen Anbieter grosses Gewicht auf volle Transparenz in der operativen Kette, indem wir Vermögen unserer Kunden nicht in Omnibusdepots vermischen, sondern für jeden Kunden bei den Fondsgesellschaften segregierte und mit dem Kundennamen referenzierte Depots eröffnen.

Und was bringt diese Segregierung Ihren Kunden?

Ritz: Sie ist aus Risikoüberlegungen ein wesentlicher Vorteil, denn damit ist allen involvierten Parteien in der Depotstellenkette zu jedem Zeitpunkt klar, welche Bestände wem gehören. Dies hat auch Vorteile zum Beispiel im Falle einer Insolvenz einer der Parteien in der Depotstellenkette.

«Im internationalen Vergleich erscheint der Schweizer B2B-Fondsplattform-Markt gesättigt»

Die Fondsdepot-Bestände werden natürlich jeweils ausserhalb der Bilanz geführt, und fallen somit nicht in die Konkursmasse. Durch die eindeutige Segregierung bis zum Register des jeweiligen Fonds kann aber die Zugriffszeit auf die Bestände in einem «Worst Case»-Scenario wesentlich verkürzt werden.

Welches Wachstumspotential sehen Sie für B2B-Fondsplattformen in der Schweiz?

Harby: Im internationalen Vergleich erscheint der Schweizer B2B-Fondsplattform-Markt eher gesättigt zu sein. Der Schweizer Markt ist sehr anspruchsvoll, und viele Faktoren müssen stimmen um hier Erfolg zu haben, wie ein finanziell solides Mutterhaus im Hintergrund, ein innovatives Geschäftsmodell, ein attraktives Produktangebot, tiefe Kosten und professionelle, erfahrene Leute vor Ort die den Markt bestens kennen.

Das bedeutet, auch über längere Zeit in der Lage und bereit zu sein, hier die notwendigen Investitionen tätigen zu können. Die Allfunds-Bank-Gruppe gehört weltweit zu den wenigen B2B-Fondsplattformen die diese Voraussetzungen mitbringen.

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