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Artikel März 2009
«Kuhschweizer und Sauschwabe», von Urs Widmer, in: «FAZ». 31. März – Kein Deutscher habe sich in den letzten hundert Jahren so um die Schweiz gekümmert, sagt der Schriftsteller Urs Widmer, wie der deutsche Finanzminister. Die Schweiz sei nicht auf dem Radar der deutschen Aufmerksamkeit. Immerhin darf sich Widmer in der FAZ äussern, wie vor ihm schon Thomas Hürlimann.
«Da muss der Bürger fassungslos sein», Interview mit Anselm Bilgri, in: «Sueddeutsche». 31. März – Kann ich es sich eine Top-Führungskraft leisten, nicht auf die Grundbefindlichkeit einer Gesellschaft Rücksicht zu nehmen? Vielen Spitzenleuten fehlt die ethische Kompetenz, sagt der frühere Benediktinerpater und heutige Unternehmensberater Anselm Bilgri.
«La Suisse a été une cible facile», Interview mit Stéphane Garlelli, in: «Tribune de Genève». 31. März – Die Schweiz war ein leichtes Ziel für die Gegner des Finanzplatzes. Nun muss sie alles auf den Tisch bringen, von den amerikanischen Steuerparadiesen Nevada, Delware und Florida bis zu den britischen Trust-Lösungen, empfiehlt Garelli, Professor am IMD.
«Deutsche Bank: Germany's Next Ackermann», in: «Frankfurter Allgemeine». 30. März – Josef Ackermann verlässt die Deutsche Bank spätestens im Mai 2010, soviel ist klar. Aber wer folgt? Ein Spekulations-Artikel der «Frankfurter Allgemeinen» sieht Hugo Bänziger als valablen Kandidaten.
«Mein Vermögen wird oft zu hoch oder zu niedrig geschätzt», Interview mit Carsten Maschmeyer, in: «Bild am Sonntag». 29. März – Der designierte Swiss-Life-Verwaltungsrat gibt eines seiner seltenen Interviews – über seine Pläne in der Schweiz, seine Herkunft, seine Goldkettchen, sein Vermögen und über Veronica Ferres.
«"Steueroasen": Streit um Austrocknungsmittel», von Wolfgang Frey, in: «Liechtensteiner Vaterland». 26. März – Liechtenstein steht offenbar nicht mehr im Zentrum der deutschen Debatte um Steuerhinterzieher. Beim Hearing zum Thema gestern im Reichstag wurden die eigens eingeladenen Vertreter der LGT nicht ein einziges Mal befragt.
«IRS Boosts Scrutinity of Overseas Money», in: «Wall Street Journal». 25. März – Präzisere Formulare, Verschärfung des QI-Abkommens: Wie die US-Steuerbehörde IRS noch intensiver nach Offshore-Geld bohren will.
«It's Time to Bet on Financials, Gingerly», Gespräch mit David Ellison, in : «Barron's» 25. März – Lassen die Regierungen den Banken genügend Zeit eine gesunde Kapitalausstattung zu schaffen? Wenn ja, dann gibt es attraktive Anlagechancen im Bankensektor, sagt CIO der FBR Equity Funds, David Ellison, der auch bei Peter Lynch in die Schule gegangen war.
«Georges Soros: All This New Regulation is Just Tinkering», in: «Wall Street Journal»/«Deal Journal». 25. März – Veranstaltet vom «Wall Street Journal» fand in Washington eine Konferenz über die Weiterentwicklung der Finanzmärkte statt: «The Future of Finance Initiative», mit Leuten wie Paul Volcker, Gary Cohn von Goldman Sachs oder George Soros. Der Artikel versammelt wichtige Aussagen.
Mehr Material von der Konferenz findet sich hier: http://blogs.wsj.com/deals/
«Banken unter dem Hammer», von Nicole Bastian, Peter Köhler und Robert Landgraf, in: «Handelsblatt». 25. März – Die Konsolidierung im europäischen Banksektor geht in eine zweite Runde. Auf vermögende Privatkunden spezialisierte Institute könnte es zuerst treffen.
«Noch nicht über dem Berg», von Clifford Padevit, in: «Finanz und Wirtschaft». 25. März – Grosskapitalisierte Schweizer Finanztitel haben sich in den letzten zwei Wochen verblüffend erholt. War das die Trendwende?
«Topökonomen fordern eine neue Finanzwelt», von Matthias Eberle, in : «Handelsblatt». 24. März - Die Geschäfte der Banken müssten künftig auf ihre Kernaufgaben beschränkt und das Einlagengeschäft vom riskanten Finanzgeschäft getrennt werden, schreibt Nobelpreisträger Edmund Phelps in einem Brief an den britischen Premierminister Gordon Brown. Und er steht damit nicht allein.
«Das Zauberwort heisst Kommunikation», in: «Sueddeutsche». 24. März – Zu wenig Lohn, zu wenig Lob, zu wenig Freude am Job? Der Ausweg aus der Frustkrise führt über die Kommunikation.
«Reform the International Monetary System», von Zhou xiaochuan. 24. März – Der Chef der chinesischen Zentralbank denkt über eine Währungsrevolution nach und schreibt darüber auf der Website der People's Bank of China. Er schlägt eine neue Leitwährung vor.
«Maschmeyer, Ferres und die biederen Schweizer», in: «Manager-Magazin». 19. März – Eine detaillierte Beschreibung des «Clash of Cultures» zwischen Swiss Life und AWD respektive zwischen Maschmeyer und den Schweizern.
«Bundesfinanzhof lockert das Bankgeheimnis», in: «Spiegel online». 18. März – Eine Nachricht, die auch für die Schweiz von Bedeutung ist: Deutschlands Kontrolle des Steuerzahlers wird weiter verschärft. Laut einem Gerichtsentscheid dürfen die Finanzämter künftig auch in die Konten schauen, wenn gar kein Verdacht auf Steuerhinterziehung vorliegt.
«Im besten Fall fliessen keine Gelder ab», Interview mit Patrick Odier, in: «Handelszeitung». 18. März – Der Senior Partner von Lombard Odier fürchtet kaum, dass unversteuerte Gelder abfliessen. Als Reaktion fordert er einen neuen Masterplan.
«Die Agenda für die G20» – Der neue Anlagekommentar von Konrad Hummler 17. März – Weshalb nützen all die staatlichen Konjunkturmassnahmen so wenig? Konrad Hummler analysiert das Problem grundsätzlich: Wir haben es gar nicht mit einer Nachfragekrise zu tun, die sich mit Liquiditätsspritzen bekämpfen liesse. Und überhaupt: Wir haben drei verschiedene Krisen gleichzeitig.
«Carsten Maschmeyer: Der Verkäufer», in: «Frankfurter Allgemeine Zeitung». 17. März – Aus aktuellem Anlass: Ein Porträt des neuen (?) Verwaltungsrates der Swiss Life.
«Warum Akademiker an der Börse oft Bauchlandungen hinlegen», in: «Wirtschaftswoche». 13. März – Myrton und Scholes von LTCM stehen nicht allein: Wenn Ökonomen und Finanzwissenschaftler ihre Theorien an der Börse anwenden wollen, geht das meist schief. Warum?
«Recovery Outlook for U.S. Banks Debated», in: «Market Watch». 11. März – Eigentlich ist es nur ein Marktbericht, aber er geht einer interessanten Frage nach: Wie tief war der Sturz der Finanztitel im Vergleich zu den IT-Titeln im Jahr 2000? Eine Antwort: Die Finanztitel mussten jetzt viel mehr untendurch als die Technologieaktien nach der Dotcom-Blase. Dennoch sollte hier keine so dramatische Flurbereinigung nötig werden. Fazit: Finanzaktien heute haben – verglichen mit den Tech-Aktien von einst – bessere Aussichten.
«Investmentbanker sind verlogene Selbstdarsteller», Interview mit Anne T., in: «Frankfurter Allgemeine». 11. März – Anne T. arbeitete zehn Jahre lang als Derivatebrokerin. In der «Frankfurter Allgemeinen» erzählt sie aus dieser Arbeitswelt. Bemerkenswert: Die Geschichten aus dem Innern entsprechen den üblichen Klischees von aussen – mit Sprüchen à la «die Sucht, Geld zu verdienen, gehört in den Handelsräumen zur Kultur und wird von den Chefs gefördert». Insofern ist das Interview weniger interessant wegen der Fakten, umso mehr aber, weil es viel besagt über das Image der Branche.
«Hedge-Fonds: Die Branche schrumpft weiter», in: «Frankfurter Allgemeine». 10. März – Eine Zwischenbilanz des Hedge-Fonds-Debakels mit optimistischem Unterton: Der Verkaufsdruck könnte nachlassen.
«Wir hoffen stark, keine weitere Staatshilfe zu brauchen», Interview mit Kaspar Villiger, in: «SonntagsZeitung». 8. März – Der neue UBS-Präsident im Interview. Die Themen: Wie weiter mit dem Bankgeheimnis? EU-Beitritt? Nochmals Staatshilfe? Wie führt er den VR? Zürcher FDP-Filz? Wie weiter mit den Boni?
«UBS muss Madoff-Daten herausrücken», in: «Financial Times Deutschland». 6. März – Wo liegt das Problem der UBS in Luxemburg? Ein Übersichtsartikel über die Problematik der Depotbank.
«Apruptly, Expatriate Bankers Are Cut Loose», in: «New York Times». 5. März – Stellen Sie sich vor, sie arbeiten für Ihre Bank in Singapur oder London, und plötzlich werden Sie im Rahmen einer Streichübung entlassen: Wie weiter? Nach Hongkong oder Dubai? Der Artikel beleuchtet – freilich aus amerikanischer Sicht – ein Schicksal, das derzeit hunderte Banker trifft.
«High Noon in Hannover», in: «Manager Magazin». 5. März - AWD als Zankapfel: Der Artikel schildert den Kampf zwischen Carsten Maschmeyer und der Swiss-Life-Spitze um die Vorherrschaft über AWD. These: Die Schweizer haben sich verrechnet.
«Justice Department chastises UBS chairman over IRS fraud probe», in: «Investment News». 4. März – Das amerikanische Justizministerium wirft Peter Kurer vor, 2006 falsch reagiert zu haben: Kurer leitete damals eine Untersuchung, welche Steuerbetrugs-Vorwürfe eines Whistleblowers prüfte.
«Swiss Banks, an Uncomfortable Spotlight», in: «New York Times». 4. März – Eine Reportage der «New York Times» über die Lage des Finanzplatzes; allerdings konzentriert sich die Zeitung weniger auf die Bankgeheimnis-Debatte als auf die Frage, wie schwer die Schweiz von der UBS in Mitleidenschaft gezogen wird.
«Wir Schweizer sind ein leichtes Opfer», Gespräch mit Thomas Borer, in: «Spiegel». 3. März – Zu spät und zu zaghaft wehre sich die Schweiz, sagt der frühere Botschafter. Sie müsse Europa zu verstehen geben, dass es von einem starken Finanzplatz Schweiz profitiert.
«Haltiner wollte bei der Finma Bank-Löhne», in: «Cash». 2. März – Angesichts der zunehmend diskutablen Position des Finma-Chefs könnte der Artikel zum Politikum werden: Eugen Haltiner habe vor der Zusammenlegung von EBK und BPV um ein Drittel höhere Löhne für Geschäftsleitungsmitglieder verlangt. Allerdings erfolglos.
«Krisen sind nur Zwischenstopps des Fortschritts», von Michael Hüther und Thomas Straubhaar, in: «Die Welt». Die besten Regulierungen können Rezessionen und spekulative Blasen nicht verhindern, schreiben die Ökonomen Michael Hüther und Thomas Straubhaar in ihrem neuen Buch «Die gefühlte Ungerechtigkeit». «Die Welt» veröffentlicht einen exklusiven Auszug.
«Ich führe das Geschäft, Punkt, Schluss», Interview mit Oswald Grübel, in: «Finanz und Wirtschaft». 1. März – Der neue CEO der UBS lässt keinen Zweifel daran aufkommen, wer Herr im Hause ist. Eine interessante Lektüre auch für Präsidiumskandidaten.
«Die Luft wird dünn», von Markus Voss, in: «Focus». 2. März – Die Fussballmannschaften, die Ottmar Hitzfeld trainierte, gewannen ihre Spiele meist aus einer geordneten Defensive heraus. Der Werbepartner Hitzfelds hat diese Erfolgstaktik nicht beherzigt: Swiss Life liebte die Offensive und lief dem Markt ins Messer. Wie ist es um die deutschen Versicherer bestellt?
«Whistleblower to present new HBOS evidence», von Margareta Pagano, in: «The Independent». 2. März – Nicht kluge Leute, die zu wenig Weitblick hatten waren Ursache der Krise, sondern das Ungleichgewicht der Macht zwischen den Managern und ihrer Aufsicht. Ein HBOS-Mitarbeiter zeigt mit dem Finger auf den wunden Punkt.
«The lipstick effect», von Gregory Karp, in: «Chicago Tribune». 2. März – Was haben die Finanzkrise und die grosse Depression der dreissiger Jahre gemeinsam? Die Verkäufe von «farbiger» Kosmetik wie Lippenstifte halten sich aussergewöhnlich gut. Wie man den den Rezessionsschmerz lindert.
«My Manhattan Project», von Michael Osinski, in :«New York Magazine». 31. März – Wie ich die Bombe baute, die Wallstreet in die Luft jagte, ein Erlebnisbericht. Die Software, die aus Hypotheken Bonds machte, war raffinierter als die banker, die sie benutzten.