Management-Entlöhnung: Das Ei des Kolumbus

Wie kann man die Management-Entlöhnung in den Banken so augestalten, dass der Risikoappetit gehemmt wird – und die Sache dennoch den Anforderungen der Märkte entspricht?

In einem neuen Papier bringt Hamid Mehran, ein Ökonom der Federal Reserve Bank von New York, eine verblüffend einfache Idee auf: Die Banken sollten gezwungen werden, die Topsaläre an die Entwicklung der eigenen Kreditausfallversicherungen anzubinden.

Denn eben: Eine Entlöhnung in Aktien und Optionen steht zwar im Einklang mit dem Unternehmensziel der Rentabilität und des Wachstums. Aber sie kann das Management dazu verleiten, allzu grosse Risiken einzugehen. Dem könnte durch eine Anbindung der Fixlöhne an die Spreads der CDS entgegengewirkt werden.

Denn diese Spreads, so die Überlegung, bilden die wahrgenommenen Risiken einer Bank ab – es sind die Marktpreise fürs Risiko. Bei Instituten, für die es keinen liquiden CDS-Markt gibt, so Mehran weiter, könnten einfach andere Massstäbe in den Kreditkosten herangezogen werden.

Kurz: Mit den Optionen- und Aktien-Zuteilungen würden die Leute weiterhin auf Wachstum, Rentabilität und steigenden Firmenwert motiviert, ganz im Einklang mit den Interessen der Aktionäre. Aber mit der CDS-Komponente im Fixlohn würde der Risikoappetit – buchstäblich – gehedgt.

Hamid Mehran, «Designing Executive Compensation to Curb Bank Risk Taking», Liberty Street Economics, 30. November 2011

Kommentar schreiben

finews.ch behält sich vor, Kommentare zu löschen. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen (ausser Französisch, Englisch und Italienisch). Kommentare mit Pseudonymen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls gelöscht.


Sicherheitscode
Aktualisieren

AUTOREN

Claude Baumann ist einer der Gründer von finews.ch. Er publiziert zudem regelmässig in der «Handelszeitung». Bekannt wurde er auch durch mehrere Fachbücher über die Finanzbranche.

Ralph Pöhner ist einer der Gründer von finews.ch. Er veröffentlicht sonst in «Die Zeit» und arbeitete zuvor unter anderem für AWP, «Facts» und die «Weltwoche».

Hans-Peter Bauer ist Präsident und CEO der Swiss Finance & Property AG in Zürich. Das Unternehmen ist spezialisiert auf alternative Anlagen im Bereich Immobilien und Hedge Funds.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die UBS krempelte ihr Sport-Sponsoring um
  • Noch ein Schweizer Milliardär
  • Der härteste Cop an der Wall Street
  • Michael Lewis: Das Leben des Wall-Street-Autors in Bildern
  • Dividenden-Stripping: Deutsche Banken zeigen sich reuig
  • Europas Banken vernichten Zehntausende von Jobs
mehr

GOLD-CORNER

  • Gold: Technische Analysten sehen Erholung
  • Marc Faber: «Lieber Gold als Bitcoins»
  • Schweizer Kreditkarten aus Gold und Platin
  • Gold: Bloss ein Nebenschauplatz in der Welt?
  • Die Hedge-Funds-Stars setzen jetzt auf Gold-Aktien

Beiträge lesen

JOKE(R)

Wenn Top-Banker strippen

weiterlesen

JobDirectory.ch

Aktuelle Jobangebote von Arbeitgebern der Finanzbranche.

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Twitter

Follow us on Twitter:

finews tweets finews.ch tweets

FACEBOOK

Anregungen

Telefonnummer der Redaktion:

+41 44 211 37 37

Schreiben Sie uns Ihre Ideen, verraten Sie Gerüchte oder sagen Sie uns einfach, über welches Thema Sie gerne etwas lesen würden.

Mitteilung schreiben

SELECTION

So wählt man die richtige Privatbank

So wählt man die richtige Privatbank

Eine 10-Punkte-Checkliste, von der Kunden und Banker etwas lernen können.

Selection

Die Bereinigung im Wealth Management erreicht eine neue Stufe

Die Bereinigung im Wealth Management erreicht eine neue Stufe

Jetzt wissen wir, was 1 Milliarde an Kundengeldern auf dem internationalen Markt heute wert sind: erschreckend wenig.

Selection