Eigentlich ist der September viel schlechter

Was hat es denn nun mit der Performance im Mai genau auf sich? Eine Einordnung liefert Thomas Steinemann, Investmentchef bei der Privatbank Bellerive.

Sell in May – and walk away? Alle Jahre wieder – ist man geneigt zu sagen, findet Thomas Steinemann, Chief Investment Officer (CIO) bei der Zürcher Privatbank Bellerive. Doch was stimmt nun daran?

In der nachstehenden Grafik ist der Dow Jones Industrial Average Index seit 1886 bis 2012 abgetragen.

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Hier ergibt sich für den Monat Mai eine minim negative Performance von -0.15 Prozent pro Monat. Nimmt man gemäss Steinemann hingegen einen Index, in dem die Dividenden berücksichtigt sind, ergibt sich eine positive Monatsperformance von 0,47 Prozent für den Monat Mai, wie der nachstehenden Grafik zu entnehmen ist.

Der Monat September bleibt auch inklusive Dividenden deutlich im Minus, stellt der Bellerive-CIO fest.

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(Quelle: The Chartstore.com)

Eine wichtige Rolle spielt laut Steinemann auch der Beobachtungszeitraum. Wähle man anstelle eines sehr langen Zeitraums beispielsweise die vergangenen dreissig Jahre, so ergebe sich für den Monat Mai eine positive Monatsperformance – auch ohne Dividenden.

Was schliesst Steinemann aus diesen Vergleichen?

Zwei Dinge. Erstens: «Je nachdem, welche Daten und Zeiträume betrachtet werden, ergeben sich unterschiedliche Mai-Ergebnisse». Zweitens: «Der Monat September ist aus allen Betrachtungswinkeln der deutlich schlechtere Monat als der Mai», so Steinemann.

Dennoch sei im Frühling Vorsicht angezeigt, findet der Investmentexperte. In den letzten vier Jahren seien die Aktien im Frühjahr stets auf Talfahrt gegangen, sei es auf Grund des Mai-Effektes, einer eskalierenden Eurokrise oder einfach auf Grund von Gewinnmitnahmen nach einer langen Hausse.

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