Jim Rogers: «Ich möchte jetzt keine Aktien besitzen»

Nach dem Taucher der Börse in Japan: Für Jim Rogers, den Erfolgsinvestor und Asienexperten, war dies nur ein Anfang. Andere Märkte werden folgen.

Eine ... kommt von Jim Rogers: Er prognostiziert stürmische Zeiten, aber er tut dies mit Gelassenheit. In einem Interview mit «4-Traders», einem französischen Finanzmarktportal, bezeichnete er zuerst einmal die Lage in China als völlig normalen Zustand. «China hat eine Immobilienblase, es hat Inflation, und die Länder, die seine Produkte abnehmen, laufen auch nicht recht.»

Kurz: Im Reich der Mitte steht eine herbe Abschwächung an.

Aber was soll's? «Slowdowns are normal», so Rogers, solche Einbrüche gehören dazu: Kein einziges Land der Welt schafft ein stetiges Wachstum ohne Einbrüche. Dazu bot der Erfolgs-Investor ein überzeugendes Beispiel: Die Vereinigten Staaten schwangen sich im 19. Jahrhundert zu ihrer vollen Grösse auf, aber in jener Zeit durchlebten sie 15 Depressionen – «Depressionen mit grossem D», so Rogers.

Vor allem aber wurde Rogers gestern über die Kurseinbrüche der Börse von Tokio befragt. Für ihn war dies bloss ein Beispiel, dem weitere folgen werden. «Ich möchte jetze keine Aktien besitzen», sagte der Singapur-Amerikaner ganz grundsätzlich. Er habe zuletzt zwar noch japanische Aktien gehabt, ausgerechnet und «in einer schönen Menge». Aber von denen habe er sich vor zwei Wochen getrennt.

«Ich bin nicht sehr optimistisch für Aktien.» Die Entwicklung in Japan sei typisch: So etwas geschieht, wenn die Menschen plötzlich unruhig werden weil sie spüren, dass die Lage künstlich ist.

Diese Unruhe aber stehe anderen Märkten erst bevor. «Wenn einmal jeder realisiert, dass die Zentralbanken drosseln müssen, dann wird dies kein Spass sein.» Der japanische Aktienmarkt sei jetzt in drei Tagen kollabiert. «Wartet nur ab, bis die ganze Welt dasselbe Problem bewältigen muss.»

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