Wie akut ist die Crashgefahr? Marc Faber sichtet das Hindenburg-Omen

Der Börsenprophet wittert im amerikanischen Aktienmarkt ernste Warnsignale. Es sei möglich, dass die Aktienkurse bald um 20 Prozent tiefer liegen.

Der Crash kommt im Sommer: Das hatte Marc Faber bereits im April vorausgesagt. Gestern warnte der Finanzmarkt-Guru erneut am Fernsehen vor schweren Erschütterungen.

In einem Interview mit CNBC verglich er die aktuelle Lage mit dem Börsenboom von 1987, der dann im Oktober bekanntlich mit einem legendären Crash endete. Faber erinnerte nun daran, dass auch damals viele Einzeltitel schon in der Rallye-Phase auf der Verliererseite waren und dass der Aufstieg ab August von einer zunehmend kleineren Zahl von Aktien getragen wurde.

Oder genauer: In jenem Sommer konnten – auf dem erreichen Rekordniveau – immer weniger Titel  neue Jahres-Höchsstände hinlegen.

Nur noch wenige Aktien tragen den Markt

Die Entwicklung derzeit sei bemerkenswert. Die US-Börse befindet sich wieder auf Rekordhöhen – und zugleich waren über 170 S&P-500-Aktien auf einem 52-Wochen-Tief. «Das ist eine sehr hohe Zahl», so das naheliegende Fazit des Schweizer Börsenwarners.

Das heisst: Die Erfolge an den Aktienmärkten gründen nur noch auf wenigen Titeln. Die meisten haben ihre Spitze bereits übertroffen.

Fabers Antwort auf die Frage der Moderatorin, wo der Markt am Ende des Jahres stehen werde, überrascht denn auch nicht: «Tiefer als heute.» Sie könnten vielleicht um 20 Prozent tiefer liegen, «vielleicht auch mehr.»

 

Der Fachblog «Zero Hedge» erkannte, auf was Faber hier anspielt und was er erkennt: das Hindenburg Omen.

Dieses Börsensignal versammelt bekanntlich mehrere Kriterien, darunter die Tatsache, dass sich ebensoviele Aktien zugleich auf 52-Wochen-Hochs und 52-Wochen-Tiefs befinden (was Unsicherheiten im Markt ausdrückt). Oder dass der gleitende Durchschnitt in den letzten 10 Wochen kontinuierlich gestiegen war (also eine Zuspitzung der Lage).

Das Hindenburg Omen – benannt nach dem 1937 explodierten deutschen Luftschiff – gilt vielen als Aberglauben. Aber 1987 war es tatsächlich kurz vor dem Crash dreimal eingetreten, und auch vor der Finanzkrise 2008 konnte es mehrfach festgestellt werden.

Und als Marc Faber am gestrigen Donnerstag nun seinen CNBC-Auftritt hatte, trat das Omen zum dritten Mal im laufenden Monat ein…

Guruwatch von finews.ch: Das sagen die wichtigsten Auguren der Weltwirtschaft voraus

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