Schwellenländer-Krise: Wo's auf- und wo's abwärts geht

Die Börsen-Gurus beeilen sich, ihre Meinung zur Krise in den Schwellenländern kund zu tun. Asoka Wöhrmann von Deutsche Asset & Wealth Management trennt die Spreu vom Weizen.

«In vielen grossen Schwellenländern wird das Bruttoinlandprodukt (BIP) auf kurze Sicht sinken», sagt Asoka Wöhrmann (Bild), Co-Investment-Chef bei Deutsche Asset & Wealth Management. Mittelfristig sei der Ausblick aber wegen einer steigenden Nachfrage aus den Industriestaaten gut.

«Auch unterstützen schwache Wechselkurse die Wettbewerbsfähigkeit. Ich bin zudem überzeugt, dass eine zeitweise anziehende Inflation in diesen Ländern nicht zu einer Lohn-Preis-Spirale führen wird», sagt Wöhrmann weiter.

Südkorea und Taiwan vielversprechend

Das Wachstumspotenzial der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sinke, aber andere Länder würden an deren Stelle treten.

«Der Ausblick ist gut für Mexiko und die ASEAN-Staaten. Vor allem in Südkorea und Taiwan sollte sich das BIP im 3. Quartal wieder erholen.»

Weniger gute Aussichten in...

Etwas weniger gut sehe es für die Staaten mit einem Leistungsbilanzdefizit aus. «Das sind zum Beispiel Südafrika, die Türkei, Indien und mit Einschränkungen auch Indonesien und Brasilien», erklärt Wöhrmann.

Investoren würden schon bald wieder Vertrauen in die Schwellenländer schöpfen», gibt sich der Experte der Deutschen Bank optimistisch. Bis das zuletzt abgezogene Geld vollständig zurückkomme, werde es allerdings noch etwas dauern. Ein Vergleich mit der Asienkrise von 1997 sei überzogen.

Besser als in der vergangenen Krise

«Die Schwellenländer stehen heute sehr viel besser da als vor 16 Jahren, sowohl was die absolute Verschuldung als auch was die Struktur der Schulden angeht», erklärt Wöhrmann.

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