Jim Rogers: «Lieber Goldmünzen statt Barren»

Der US-Börsenguru Jim Rogers malt gerne düstere Untergangs-Szenarien. Nun sagt er aber auch, wer den Kopf dafür hinhalten muss, und warum Goldmünzen gut sind.

Am meisten sorgt sich Jim Rogers (Bild) über das künstliche Liquiditätsmeer, das in den vergangenen Jahren von den japanischen, britischen, europäischen und amerikanischen Zentralbankern geschaffen worden ist.

Es sei das erste Mal in der Geschichte, dass all diese grossen Notenbanken zur gleichen Zeit derart riesige Mengen an Geld druckten, erklärt der Starinvestor in einem Interview mit der chinesischen Branchenplattform «China Money Network».

«Wir haben ein Meer, einen Ozean an künstlicher Liquidität, der zwar den Märkten hilft, aber der Wirtschaft nicht viel bringt», so Rogers weiter. Die Warnung des legendären Investors dieses Mal: «Wenn dies zu Ende geht, dann werden wir alle einen schrecklichen Preis dafür bezahlen».

Dumme Fehler begangen

Im Interview wendet sich der 71-Jährige zudem an die Adresse der Politiker: «Sie haben im Laufe der Geschichte immer wieder dumme Fehler begangen. Sie werden wieder Fehler machen, und wir werden alle dafür bezahlen müssen». Aus diesem Grund gibt es Rogers zufolge ständig und überall geopolitische Risiken wie zum Beispiel Kriege.

Jim Rogers hofft zwar, dass sich Konflikte regional aufs Minimum beschränken werden. Doch: «Leider, wenn man zurückblickt, begannen alle Kriege mit kleinen Zwischenfällen», erklärt der Starinvestor. Deshalb erwartet er in den nächsten zehn Jahren auch grössere Konflikte.

Das gelte ebenso für China, wo das Interview stattfand. Auch im Reich der Mitte werde es mehr soziale Unruhen wie derzeit in Thailand geben, so Rogers. Der amerikanische Anlage-Guru, der seit einigen Jahren in Singapur lebt, glaube aber nicht, dass die chinesische Regierung deswegen auseinanderbricht.

Mit Goldmünzen über die Grenze

Und für derlei Krisen gewappnet zu sein, besitzt der Investmentprofi bekanntlich sowohl Goldbarren als auch -münzen, wobei er letztere bevorzugt. «Im Notfall könnte man die Münzen bei Bedarf über die Landesgrenze mitnehmen», betont der grosse Fan des gelben Edelmetalls. Das sei bei den Goldbarren nicht der Fall.

Alles in allem sollte man Rogers neuste Warnung nicht als apodiktische Vorhersage verstehen. Denn der Starinvestor räumt auch ein, dass er nicht wisse, was die Zukunft bringe. Trotzdem ist es ihm zufolge besser, auf konfliktreiche Ereignisse vorbereitet zu sein.

 

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