Börsenguru Marc Faber überrascht gleich mit zwei Aussagen

Das ist man sich von Investment-Guru Marc Faber nicht gewohnt: Zum einem ist er bullish auf Aktien einer bestimmten Region. Zum anderen lobt er den jüngsten Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank.

Über 40 Prozent brach der chinesische Aktienindex CSI300, der die 300 grössten an den Börsen in Shanghai oder Shenzhen gelisteten Unternehmen enthält, seit Juni ein und löste damit ein weltweites Börsengewitter aus.

Doch nun scheint sich beim CSI300 ein Boden auszubilden. Dies zumindest glaubt Marc Faber (Bild). «Ich denke nicht, dass wir noch tiefere Kurse sehen werden», sagte er gegenüber dem Anlegerportal «AsianInvestor» am Dienstag.

Zurück zu alten Höchstständen

Stattdessen glaubt der in Thailand lebende gebürtige Schweizer, dass der Index wieder die alten Höchststände von letztem Juni zurückerobern wird. Damals am 8. Juni notierte das Börsenbarometer bei rund 5'354 Zähler. Aktuell sind es gut 3'300.

Faber begründet seine Bullen-Prognose laut Bericht damit, dass sich die chinesischen Privatanleger – welche notorisch wankelmütig sind – bald wieder mit Käufen zurückmelden.

Entscheidend wird gemäss dem Herausgeber des Gloom, Boom & Doom Reports auch die Haltung der chinesischen Zentralbank sein. Diese werde den Renminbi wahrscheinlich durch Liquiditätsspritzen schwächen, und dies wiederum werde die Aktienmärkte stützen, so Faber.

Yellen hat’s richtig gemacht

Im selbigen Bericht lobte Faber ausnahmsweise auch die amerikanischen Notenbank (Fed). Diese liess den Zinssatz an der letzten Sitzung unangetastet, obwohl die Mehrheit der Marktbeobachter – unter anderen UBS-Präsident Axel Weber – eine moderate Zinserhöhung erwartete.

«Frau Yellen habe für einmal die richtige Entscheidung getroffen, wenn auch wahrscheinlich nur aus Zufall», so Faber.

Diese Aussage ist dennoch bemerkenswert für einen, der immer wieder gegen die Tiefzinspolitik der Notenbanken schiesst und sich eine Zinserhöhung schon viel früher gewünscht hätte.

Die tiefen Zinsen sind laut Faber wohl nötig. Denn der Markt sei viel zu optimistisch, was die Konjunkturentwicklung in den USA betrifft.

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