Trotz Rekordpreisen ist Kunst keine Anlageklasse

Das Auktionshaus Sotheby's verzeichnet Rekorderlöse für Gegenwartskunst. Finanzexperten warnen jedoch: Kunstpreise lassen sich nicht vorhersagen.

Die Bilder von Künstlern wie Jackson Pollock und Jean-Michel Basquiat erreichten in der Herbstauktion bei Sotheby's mit über 40 Millionen respektive 26 Millionen Dollar neue Rekordpreise.

Basquiats Bild war 1988 für 110'000 Dollar gehandelt worden. Die Schätzung für Pollocks Werk belief sich für diese Auktion auf 25 bis 35 Millionen Dollar.

Impressionistenkäufer sind vorsichtiger

Die Verkäufe am Impressionisten-Abend bei Christie's Anfang November beliefen sich dagegen auf nur 244,5 Millione Dollar, bei Sotheby's summierten sie sich auf 203 Millionen Dollar.

Laut Christophe Van de Weghe, ein Händler für Gegenwartskunst aus New York, habe sich der Markt für Impressionisten etwas beruhigt. Er erklärt dies gegenüber dem Finanzdienst «The Financialist» damit, dass es sich bei den Sammlern von Impressionisten um eine konservativere Käuferschicht handle.

Kunst ist keine gute Anlage

Es seien zwar nicht weniger Käufer geworden, viele Samler stammen aus den aufstrebenden Märkten in Russland, Indien und Pakistan. Sie seien tendentiell älter als die Käufer von Gegenwartskunst und zeigten weniger Vertrauen in den Markt.

Trotz all der neuen Rekordmarken, die der Kunstmarkt 2012 gebrochen hat, warnt das Magazin «Forbes» davor, Kunst als Anlagekategorie wie andere zu behandeln. Zu illiquide sei der Markt, zu intransparent die Preisfindung.

Irrationaler Markt

Nur 10 Prozent von 2000 wohlhabenden Kunden der Barclay's Bank gaben in einer Umfrage an, sie würden Kunst als reines Investment betrachten. 90 Prozent erfreuen sich offenbar an ihrem Keith Haring und Fanz Kline-Ölgemälde an der Wand.

Der Moment, wann sie verkaufen, ist irrational, der Markt daher völlig undurchsichtig, sagt Greg Davies, ein Behavioural-Finance-Spezialist bei der Barclays Bank in London.

Hände weg vor Kunstfonds

In den USA gibt es fünf auf Bildende Kunst spezialisierte Fonds. Sie berechnen eine jährliche Verwaltungsgebühr von 2 Prozent und behalten ähnlich wie Hedge Funds 20 Prozent der Profite.

Der Anlagefonds «The Collectors Fund», der 20 Millionen Dollar verwaltet, kauft ausschliesslich Amerikanische Meisterwerke und wirbt mit einem jährlichen Wertzuwachs von 28 Prozent.

Preise sind nicht vorhersehbar.

Da diese Fonds erst am Schluss abrechnen und unklar ist, in welchem Zustand sich der stark schwankende Kunstmarkt dann befindet, lassen sich die Renditen kaum vorhersagen, meint Greg Davies.

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