Was die Superreichen 2014 umtreibt

Bankberater sollten immer genau wissen, wie sich die Bedürfnisse ihrer Kunden verändern. Hier die Wünsche der Superreichen für 2014 – in Bereichen wie Immobilien, Technik, Lifestyle und Philanthropie.

Sie stellen eines der umworbensten Kundensegmente dar: Superreiche oder wie sie im Bankenjargon genannt werden, die UHNWI. Menschen mit mindestens 30 Millionen Dollar oder Franken an Anlagevermögen. Banken buhlen um diese lukrative Klientel genauso wie Hersteller von Luxusgütern, Immobilienmakler, Kunsthändler oder Konstrukteure von Privatjets.

Aber die Bedürfnisse der Superreichen an die Bankberater ändern sich genauso ihr Weingeschmack oder ihre Budgets für Spenden und Philanthropie. Die auf diese Klientel spezialisierte Plattform «Wealth-» hat darum Experten gefragt, die wissen, welche Themen die Superreichen 2014 wirklich beschäftigen.

  • Immobilien: Yogesh Dewan, CEO des Family Office Hassium Asset Management: «Der globale Immobilienmarkt wird 2014 eine flache Entwicklung haben. Zwar bleiben Immobilien der ultimative sichere Hafen, aber der Premium-Markt ist illiquide und sehr teuer».
  • Philanthropie: Salia Eyres, CEO der Non-Profit-Organisation Mother's Choice: «Spender werden 2014 noch stärker wie Investoren handeln. Ihr Engagement geht weit darüber hinaus, als nur einen Cheque auszustellen. Sie wollen genau wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Der Investor-Spender wird vermehrt in die Kapazitäten von Wohltätigkeitsorganisationen investieren, damit diese eine stärkere Wirkung entfalten können».
  • Lifestyle: Emma Sherrard Matthew, CEO des Concierge-Services «Quintessentially Lifestyle»: «Die internationale Mobilität reicher Individuen und Familien und die Auswirkungen auf die Luxusindustrie wird in diesem Jahr besonders relevant sein. Ausserdem müssen sich die Hersteller von Luxusgütern verstärkt auf nachhaltiges Wachstum konzentrieren. Dies entspricht auch dem Verhalten, das insbesondere die neuen Reichen pflegen.»
  • Wein: John Kapon, Gründer und CEO des Wein-Auktionshauses Acker Merrall & Condit: «Vier Trend für edle Weine gelten in diesem Jahr: Die Nachfrage nach Burgundern wird stark bleiben, da Bordeaux-Weine in grösseren Quantitäten vorhanden sind. Zweitens wird die Nachfrage nach italienischen Weinen steigen, da Sammler ihr Potenzial mehr und mehr erkannt haben. Drittens werden kluge Sammler sich auf ältere Bordeaux-Weine konzentrieren. Sie wollen nicht mehr für Weine Geld ausgeben, die zu jung zum Trinken sind. Und viertens wird auch die Nachfrage nach guten Weissweinen steigen».
  • Privatjets: Jackie Wu, President von Jetsolution International: «Dieses Jahr werden Jets mit grösseren Kabinen und höherer Reichweite stärker gefragt sein, da einige neue Modelle auf den Markt kommen und Jetbesitzer ihre alten Flugzeugen ersetzen werden. Hightech in den Kabinen wird ebenfalls ein Trend sein, etwa Highspeed-Internet oder die Steuerung von Kabinenfunktionen durch das iPhone».
  • Gesellschaft: Michael Nock, CEO Investment Advisor Michael Nock & Associates: «Zwei gesellschaftliche Trends: Der Generationenkonflikt zwischen Alten und Jungen, besonders relevant in entwickelten Industrieländern wie Japan. Zweitens der tiefer werdende Graben zwischen Reich und Arm. Er bedeutet, dass Reichtum stärker besteuert werden wird».
  • Kunst: Mikael Kraemer, Kunsthändler: «Nach einem Jahrzehnt des spekulativ getriebenen Kunstmarktes kehren nun die wahren Sammler an den Markt zurück. Mit ihnen gibt es auch ein Comeback der rationalen und historischen Kunst, zum Beispiel originale französische Antiquitäten aus dem 18. Jahrhundert».

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