Equi-Fonds statt Equity-Fonds

Der Markt für Springpferde boomt – und er lockt mit überdurchschnittlichen Renditen. Was es zu beachten gilt, wenn der Haferfresser zum alternativen Anlagevehikel wird.

«Es gab nie bessere Zeiten, um in hochwertige Springpferde zu investieren»: Dies sagt der deutsche Nationenpreisreiter Holger Hetzel im Pferdesport-Segment der entsprechenden Sponsoring-Site der Credit Suisse. Denn die hohe Nachfrage nach den schnellen Vierbeinern treffe auf eine sinkende Bedeckungszahlen in den grossen Zuchtländern Deutschland, Niederlande und Frankreich.

Daraus resultieren in der Zukunft höhere Preise für ausgebildete und turniererfahrene Springpferde, ist sich Hetzel sicher.

Renditen von 10 Prozent bis 300 Prozent

Selbstverständlich birgt eine Investition in ein Lebewesen, das sich verletzen oder erkranken kann, auch gewisse Risiken. In der Gesamtheit seien diese aber überschaubar, erklärt Hetzel. «Ein Fachmann kann Veränderungen in der Leistung eines Pferdes früh erkennen und entsprechende Gegenmassnahmen treffen».

Der internationale Springpferdefonds Equi Future Champions (EFC), für den Holger Hetzel als Manager tätig ist, konnte seine eigene Vorgabe von 10 Prozent Rendite im Jahr bislang deutlich übertreffen. Ihm seien aus den vergangenen 24 Monaten viele Geldanlagen in hochwertige Springpferde bekannt, mit denen Renditen zwischen 10 und bis zu 300 Prozent in Ausnahmefällen erzielt worden seien, sagte der Pferdeexperte. «Daneben gibt es natürlich aber auch Beispiele für eklatante Fehlinvestitionen.»

Preisgelder bis zu 1,2 Millionen Franken

Die hohen Summen, die heute für erstklassige Springpferde bezahlt werden, haben mit den lukrativen Verdienstmöglichkeiten an den Wochenenden stattfindenden Turnieren zu tun, bei denen Preisgelder zwischen 350'000 und 1,2 Millionen Franken ausgeschüttet werden.

«Um an solchen Konkurrenzen teilnehmen zu können, braucht man zwangsläufig hochwertige Pferde, und diese werden händeringend gesucht», erklärt Holger Hetzel. Tiere, die auf dieser Stufe sofort einsetzbar sind, kosten in der Regel zwischen 600'000 und 6 Millionen Franken.

Hohe Unterhaltskosten

Für potenzielle Käufer seien Springpferde im Alter von vier bis acht Jahren am interessantesten. «Ein junges Pferd ist noch bezahlbar, und ab vier Jahren kann man es intensiv ausbilden und wertvoller machen».

Natürlich steigert sich der Wert eines Springpferds trotz der günstigen Marktsituation nicht von alleine. Hinter der Rendite steckt die harte Arbeit von Trainern, Reitern und diversen anderen Personen. Daher kostet der Unterhalt für ein Springpferd auch eine beträchtliche Summe. Mit 18'000 bis 24'000 Franken im Jahr müsse man rechnen, sagt Holger Hetzel.

Anlage nicht nur für Reiche

Trotz der hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind Investitionen in Springpferde nicht nur etwas für eine reiche Klientel. «Auch Normalverdiener können ihr Geld auf diese Weise anlegen, wenn sie sich zum Beispiel an einem Fonds oder einem einzelnen hochwertigen Springpferd beteiligen», erläutert der Fachmann Hetzel.

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