«An der Reputation der Schweiz wird sich nicht so schnell etwas ändern»

Die auf Devisenhandel spezialisierte Schweizer Online-Bank Dukascopy verzichtet konsequent auf Werbung. Dafür kürt sie jedes Jahr eine Miss Dukascopy. Wer ist die Gewinnerin?


Mariia Radchenko, was hat Sie persönlich motiviert, an der Miss-Dukascopy-Wahl 2014 mitzumachen?

Ich hatte mich bereits im Vorjahr an diesem Wettbwerb beteiligt. Ich gewann zwar nicht, schnitt aber sehr gut ab. Das motivierte mich, erneut mitzumachen, zumal man dabei während des Jahres verschiedene Aufgaben lösen und Fragen beantworten muss, die im weitesten Sinn mit Geld und der Finanzwelt zu tun haben.

Bringen Sie denn Erfahrung aus der Finanzbranche mit?

Vor zwei Jahren war das tatsächlich noch nicht der Fall. Doch je mehr ich mich mit dem Wettbewerb zur Miss-Dukascopy-Wahl befasste, desto mehr war ich auch vom Trading fasziniert, so dass ich mir auch ein Devisenhandelskonto eröffnet habe.

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Was machen Sie beruflich?

Ich absolviere ein Master-Studium in politischen Wissenschaften an der Nationalen Taras Schewtschenko Universität in Kiew. Zuvor habe ich Literatur und Sprachwissenschaften studiert.

Auf Grund des Konflikts mit Russland steht Ihr Heimatland derzeit fast täglich in den Schlagzeilen. Wie eingeschränkt ist Ihr Alltag angesichts der bedrohlichen Situation?

Ich habe das Privileg, dass ich in der Hauptstadt Kiew lebe, wo man vom Konflikt im Vergleich zu anderen Regionen weniger betroffen ist. Allerdings spüre ich schon eine wachsende Zukunftsangst in weiten Teilen der Bevölkerung. Die stark eingeschränkte Stromversorgung sowie die um gut 20 Prozent gestiegenen Lebensmittelpreise erschweren den Alltag stark; gross ist auch die Angst vieler Mütter, dass ihre Söhne ins Militär eingezogen werden.

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Die Schweiz, die Sie unlängst besucht haben, muss Ihnen im Gegensatz zu Ihrer Heimat wie ein einzigartiges Paradies vorgekommen sein?

Das war tatsächlich so. Landschaft, Sauberkeit und der Umgang der Menschen miteinander ist beeindruckend. Lebensqualität scheint in der Schweiz in vielerlei Hinsicht eine enorm wichtige Rolle zu spielen. Ich hatte auch das Gefühl, dass es so etwas wie ein gesellschaftliches Gemeinschaftsdenken noch gibt. Was mich indessen am meisten beeindruckt hat, ist der Umstand, dass in der Schweiz unterschiedliche Kulturen koexistieren und das Land vier Sprachen kennt.

Die Schweiz ist auch ein wichtiger Finanzplatz. Wie haben Sie das wahrgenommen?

Für mich stehen Schweizer Banken nach wie vor für Verlässlichkeit, Vertrauen und Solidität. Die Schweiz geniesst im Ausland trotz aller Kritik in den Medien über eine einzigartige Reputation – daran wird sich nicht so schnell etwas ändern.

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Sie sind jetzt ein Jahr lang Miss Dukascopy. Wie sieht Ihre Agenda aus?

Ich werde als «Botschafterin» an zahlreichen Anlässen von Dukascopy teilnehmen. Darüber hinaus will ich die Frauen in ihren Absichten bestärken, beruflich aktiv zu sein, auch in Führungspositionen.

Könnten Sie sich auch vorstellen, selber Bankerin zu werden?

Vorstellen schon, aber meine Interessen liegen im medialen Bereich. Ich würde gerne im Fernsehen arbeiten. Mir gefällt eine Arbeit in der Öffentlichkeit. Ich bin immer wieder fasziniert von Menschen, die ein grosses Publikum ansprechen oder unterhalten können.

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Mit wem würden Sie sich an einer Dinner-Party gerne einen Abend lang unterhalten?

Wenn sie noch lebte, mit Prinzessin Diana von Wales. Sie galt als eine grosse Philanthropin. Sie besass auch sehr viel Stil, der ganze Generationen von Frauen beeinflusst hat. Ausserdem ist Prinzessin Diana am selben Tag geboren wie ich.

Wer ist Ihr grösstes Vorbild im Leben?

Ohne Zweifel meine Mutter. Sie ist so lebensstark und entschlossen, und sie besitzt die Fähigkeit, mich jeden Tag aufs Neue zu inspirieren und zu motivieren.

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