Von der grauen Maus zur Glamour-Metropole

Erstmals haben im vergangenen Jahr mehr als 100'000 Schweizer den asiatischen Stadtstaat Singapur besucht. Die Schweizer Banken tragen ihren Teil dazu bei.

Innerhalb der vergangenen sieben Jahre hat sich die Einreisezahl der Schweizer von 55'000 auf 103'000 Personen sogar nahezu verdoppelt. Allein im Jahr 2014 stieg die Zahl der Schweizer Besucher um 9,5 Prozent, wie das Fremdenverkehrsbüro von Singapur am Dienstag mitteilte (vgl. Tabelle).

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Während der Stadtstaat lange als unattraktiv galt und ihn die Reisenden eher als Drehscheibe nutzten, verbringen heute viele Schweizer meist mehrere Tage in der Metropole. Kommt hinzu, dass viele Schweizer Banken vor Ort sind, zumal Singapur die führende Drehscheibe für die Vermögensverwaltung in Asien ist.

Singapur bei UBS und Credit Suisse engagiert

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Behörden von Singapur in den siebziger Jahren sehr genau untersuchten, wie der Schweizer Finanzplatz damals beschaffen war und so ihre eigene Finanzmetropole entwickelten. Die Schweizer Grossbanken unterhielten stets auch sehr enge Beziehungen zu den Behörden im tropischen Stadtstaat; mittlerweile sind die beiden Staatsfonds Government of Singapore Investment Corporation (GIC) und Temasek Holdings sogar bedeutende Aktionäre der UBS respektive der Credit Suisse.

Beide Banken unterhalten in der Löwenstadt grosse Kurszentren für die Aus- und Weiterbildung von Kundenberatern in der Region. Die Zürcher Bank Julius Bär hat ausserdem bereits vor einigen Jahren Singapur zum «zweiten Heimmarkt» definiert.

Heute eine Trenddestination

Stephan Roemer 502

«Singapur ist heute aber nicht nur eines der wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt, sondern auch eine Trenddestination», sagt Stephan Roemer (Bild), Leiter des Schweizer Asien-Reiseveranstalters Tourasia.

Dass die Zahl der Reisenden in den vergangenen Jahren dermassen gestiegen ist, begründet der Asienexperte so: «Die Metropole ist aufregend und bietet für jedermann etwas – vom kulinarischen Angebot über die Kultur bis hin zur Mode, zum Shopping und zu sportlichen Aktivitäten und Kunst ist alles vorhanden.»

Roemer ist überzeugt, dass die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Landes, die Nachfrage aus der Schweiz noch kräftig anheizen werden: «Ich bin sicher, dass die Schweizer die 110'000er-Marke 2015 knacken werden.»

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