Diese Milliardäre sind um zig Milliarden ärmer geworden

Billions@shutterstock.com

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Das auslaufende Jahr war für gewisse Superreiche dieser Welt ein Finanzdebakel, für andere ein Freudenfest. Wie haben die Schweizer Milliardäre abgeschnitten?

Er führte die Reichenliste des Wirtschaftsmagazin «Forbes» bereits mehrmals an. Doch das 2015 drückte ihn nun auf den fünften Platz zurück – Anfang des Jahres galt er noch als drittreichster Weltenbürger.

Die Rede ist von Carlos Slim. Das Vermögen des mexikanischen Milliardärs nahm um fast 20 Milliarden Dollar ab, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» kürzlich berichtete. Damit ist Slim der grösste Verlierer unter den 400 reichsten Menschen der Welt.

Ein scharfer Kursrückgang von rund 18 Prozent der Aktien des Telekomkonzerns Amercia Movil sind der Grund für den Riesenverlust – Slim hält rund 57 Prozent der Aktien. Sein Vermögen beläuft sich laut dem Bloomberg Billionaires Index auf nunmehr rund 53 Milliarden Dollar.

Warren Buffet bricht eigene Regel

Zu den Verlierern zählt auch US-Starinvestor Warren Buffet, der die simple, aber wirkungsvolle Handlungsanweisung prägte: «Für die Geldanlage gibt es nur zwei Regeln: Regel 1: Kein Geld verlieren. Regel 2: Regel 1 nicht vergessen.»

Die erste Regel hat er im laufenden Börsenjahr gebrochen – insgesamt verlor Buffett 10,8 Milliarden Dollar. Die Aktien seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway verlor seit Jahresbeginn gut 10 Prozent. 

Zudem verpasste es Buffett, der wegen seines Gespürs für lukrative Geldgeschäfte und seiner Herkunft auch das «Orakel von Omaha» genannt wird, in diesem Jahr den S&P 500 zu schlagen – ein Kunststück das ihm von 2008 bis 2014 gelungen ist. Mit einem Gesamtvermögen von 63 Milliarden Dollar ist Buffett der drittreichste Mensch der Welt.

Wie haben sich die Schweizer geschlagen? 

Deutlich abgerutscht ist auch das Vermögen von Hansjörg Wyss. Sein Vermögen ist laut dem Bloomberg-Index um fast 53 Prozent oder 7,4 Milliarden geschrumpft.

Der ehemalige Gründer des Medizinaltechnik-Unternehmens Synthes trat letztes Jahr dem Club der Superspender bei, bekannt unter dem Namen «The Giving Pledge» – auf Deutsch: Das Spendenversprechen. Demnach hat Wyss ein schriftliches Versprechen abgegeben, mindestens die Hälfte seines Vermögens wohltätigen Zwecken zur Verfügung zu stellen.

Derzeit ist Wyss mit einer Schadenersatzklage aus den USA konfrontiert, wie die «SonntagsZeitung» kürzlich berichtete.

Gutes Jahr für Genfer Reeder

Auf der Milliardärs-Liste von Bloomberg rangieren noch zwei weitere Schweizer. Es sind dies zum einen Ernesto Bertarelli, Ex-Chef von Serono. Mit 14,2 Milliarden Dollar ist Bertarellis Vermögensstand etwa gleich hoch wie letztes Jahr.

Ein gutes Jahr hatte hingegen Gianluigi Aponte – Gründer des in Genf ansässigen Logistik- und Kreuzfahrtunternehmens Mediterranean Shipping Co. (MSC). Sein Vermögen wuchs seit Jahresbeginn um 11,5 Prozent auf 9,1 Milliarden Franken an.

Einige Milliarden hinzugekommen sind auch bei Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (+11,4 Milliarden Dollar), Amazon-Chef Jeff Bezos (+29,8 Milliarden Dollar) oder Armancio Ortega. Der nach Bill Gates zweireichste Mensch der Welt und Inhaber von zahlreichen Modeketten vergrösserte sein Vermögen in diesem Jahr um 12,6 Milliarden auf 73,7 Milliarden Dollar.

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